Schlichte Blume
Intro
Bloody Memories - Part 2

Once again...

Intro
Die Hitze war einfach nur grausam. Unbarmherzig brannte die Sonne auf die weiten Spaniens und das schon seit Tagen. Nicht ein Windhauch brachte etwas kühle Luft. Manchmal wünschte er sich zurück nach Amerika, doch für diese Entscheidung war es schon lange zu spät, das wusste er. Allein stand auf der Anhöhe, sah aufs Meer, die Arme vor der Brust verschränkt. Es war wieder einer dieser Tage an dem es mehr als wehtat. Er wusste genau warum. Der Tag kam näher, der Tag an dem er sie verloren hatte. 2 Jahre war es inzwischen her und noch immer hatte er das Bild vor Augen. In seinen Armen hatte sie ihr Leben gelassen und noch immer verstand er nicht warum. Das warum, was sie getan hatte und das warum, das sie sterben musste. Nur eins war ihm bewusst: Sie hatte eine große Leere in ihm hinterlassen. War es einer der Gründe, warum er nun hier war? Um zu vergessen, es zu verdrängen? Je länger er darüber nachdachte, desto weniger fand er eine Antwort und wollte sie auch gar nicht mehr finden. Immer wieder sah er Nachts diese Bilder vor seinem inneren Auge, wenn er stundenlang wach lag. Wie sie ihren Vorgesetzten erschoss, wie er sie zur Aufgabe zwingen wollte, der harte Schlag von ihr, und wie jemand sie erschoss. Wieder brodelte die rasende Wut in ihm hoch. Es hätte nicht sein müssen. Es hätte einen anderen Weg gegeben. Es war alles die Schuld von ... Er rief sich zur Ruhe, atmete tief durch. Seine Zeit würde schon noch kommen. Sein Arm schmerzte, eine willkommene Ablenkung, die allerdings nicht ausreichte. Die eiskalte Hand um sein Herz blieb dort, wo sie war. Er hätte am liebsten losgebrüllt. Nur wozu? Ada machte schon genug seltsame Anspielungen, wenn sie ihn mal wieder erwischte, wenn er in Gedanken versunken war. Diese Frau schien mehr zu wissen über ihn, als ihm lieb war. Sie war ihm alles andere als sympathisch und noch weniger traute er ihr. Er schloss die Augen, rief sich Bild der Frau vor Augen, die er geliebt hatte. Ein wenig linderte es den Schmerz. Er hatte nichts von ihr außer diesen Erinnerungen. Es gab kein Grab, was er überhaupt nicht verstand. “Wo immer du jetzt auch bist, ich hoffe es geht dir gut.” flüsterte auf das Meer. Einen letzten Blick warf er auf die weiße Rose in seiner Hand. Es war gar nicht so einfach gewesen daran zu kommen auf dieser verfluchten Insel. Das ausgerechnet sein Geldgeber ihm sie zukommen ließ, war ihm noch immer ein Rätsel, aber so wichtig war es ihm auch nicht. “Ich hoffe, ich bin bald bei dir.” mit den letzten Worten fand die Rose ihren Weg ins Meer. Er konnte es nicht mehr zurückhalten. Es wurde zuviel, auch für ihn. Eine Träne rann über sein Gesicht. Verstohlen wischte er sie weg. “Verdammt reiss dich zusammen.” meinte er zu sich selbst. Er spürte eine Bewegung hinter sich. Langsam ließ er seine Hand zum Messer wandern, riss es aus dem Holster und drehte sich blitzschnell kampfbereit um. Nichts. War da nicht ein Schatten? Dort, hinter der einen Ruine? “Hör auf. Du bildest dir schon wieder Dinge ein, die gar nicht da sind.” rief er sich zur Ruhe und steckte das Messer wieder ein. Seufzend ging er sich mit der Hand durchs Haar und sah auf die Uhr. Es wurde Zeit. Wenn er jetzt nicht auftauchte, hätte er ein echtes Problem und nicht mit Schatten, die gar nicht da waren. Unbewusst musste er lachen. Jack Krauser schüttelte den Kopf und ging zurück. Wenn er nachgeschaut hätte, wäre ihm aufgefallen, das dort im Schatten tatsächlich jemand stand, der jetzt froh war, das er so nachlässig war. Derjenige stand schon eine ganze Zeit dort, hatte alles mit angesehen und angehört. Er zog die Maske, die der eines Assasinen ähnelte und nur Mund und Nase bedeckte, über das Gesicht. “ Pass besser auf.” ,scholt er sich selbst, “Du wirst nachlässig.” Mit den letzten Worten zog er sich auf den Absatz der Ruine und blieb dort einen Moment stehen. “Du hast Geschmack mein Freund. Eine wirklich schöne Aussicht.” meinte er leise und sah einen Moment über das Meer. Ein kurzer Windstoss kam auf, ging durch langes dunkles Haar. Der Schatten war eine Frau in enger schwarzer Kleidung. “ Auf was hab ich mich da schon wieder eingelassen?” seufzte sie, zog die Handschuhe an und zog das Messer aus dem Schulterholster. Die Sonnenstrahlen spiegelten sich in der Klinge. Sie wurde kurz melancholisch. Wie lange hatte sie schon keine Waffe mehr in der Hand gehabt? Das letzte Mal war schon eine Weile her. Aber sie konnte ihn so nicht alleine lassen. Das würde sie sich niemals verzeihen. Sie hatte sich etwas geschworen. Und genau an diesen Schwur würde sie sich halten. Niemand wusste, das sie hier war. Zumindest hoffte sie das. “Na dann, auf ins Gefecht.” flüsterte sie.
Kapitel 1 - Schmerzliches Wiedersehen


Kapitel 1 - Schmerzliches Wiedersehen
Jack Krauser war müde. Die Nacht hatte er nicht viel geschlafen. Er streckte seinen Nacken, ließ seine Hand dort ruhen. Wieder einmal hatte ihm seine Erinnerungen den Schlaf geraubt. Unruhig hatte er sich von einer Seite auf die andere gedreht und doch keinen Schlaf gefunden. Die alte Halle war weitläufig. Er lehnte sich gegen das Gitter des Metallstegs. “Na, wieder in Gedanken? Haste keine anderen Hobbys Krauser?” Ada kam über den Steg zu ihm. Ausgerechnet jetzt musste sie auftauchen. “Was willst du?” knurrte er sie an. Die Frau war unberechenbar, das hatte er sofort bemerkt. Er traute ihr nicht. Gezwungenermaßen arbeitete er mit ihr zusammen. “Hast du das Mädchen?” meinte sie gelangweilt. “Du stellst Fragen, die völlig unnötig sind. Wäre ich sonst schon wieder hier?” er verschränkte die Arme vor der Brust. Je länger er mit dieser Frau sprach umso unsympathischer wurde sie ihm. Er wollte gehen. Da sah er ihn wieder. Diesen Schatten. Er blieb stehen, warf einen Blick auf die Querstreben über ihm. Nichts zu sehen. Nur Staubweben und Spinnengewebe. Er spürte aber, das da was war. “Jack, du wirst paranoid.” murmelte er in sich hinein. Er sah zurück, aber Ada war schon gegangen und hatte gar nicht mitgekriegt, das er wieder Selbstgespräche führte. Dumpf halten seine Schritte auf dem Metallgatter unter ihm aber da war was. Ein dumpfer Schlag hinter ihm. Er blieb stehen, lauschte. Wie automatisch wanderte seine Hand zu seinem Messer am Gürtel, kam aber nicht so weit es zu ziehen. Ein schlanker Arm legte sich um seinen Hals, zog ihn auf die Knie. “Mach keine Zicken und es passiert nichts.” die Stimme war eindeutig weiblich. Erst jetzt bemerkte er die Klinge dicht an seinem Hals. Wer zum Teufel war sie? “Was willst du?” knurrte er, startete einen Versuch, sich zu befreien, zog sich langsam auf die Beine “Na, das lassen wir mal schön bleiben.” ein Tritt in die Kniekehlen zwang ihn wieder auf die Knie. Er zog den Kopf in den Nacken, versuchte einen Blick auf ihr Gesicht zu erhaschen, zu erkennen, wer ihn da angriff. Alles, was er sah, war ein maskiertes Gesicht, das nur einen Blick auf die Augen zuließ. Irgendetwas verwirrte ihn. Vielleicht lag es daran, das sie die beste Gelegenheit hatte ihn zu töten, wenn sie es gewollt hätte, aber nicht tat. “Hör zu.”, begann sie, “Ich lass dich jetzt los. Wehr dich nicht, greif mich nicht an und vor allem lass deine Waffen da wo sie sind und es wird nichts passieren, was wir beide mal irgendwann bereuen werden, verstanden?” Er spürte, wie sich der Griff um seinen Hals lockerte, sie das Messer wegnahm. “Okay.” er wand sich aus ihrem Griff, seine Hand wanderte zu seinem Messer, zögerte. Er wollte wissen, was sie von ihm wollte. Die Gelegenheit bot sich sie zu töten. Sie wandte ihm den Rücken zu, steckte das Messer ein. Sie war etwas kleiner als er, trug ein enges schwarzes T-Shirt, Armytarnhose und etwas höhere schwarze Boots. Fingerlose Handschuhe ließen sie schnell mit den Waffen arbeiten die sie trug, eine 9mm am Holster an der Schulter, das Kampfmesser im  Rückenholster am Gürtel und ein Scharfenschützengewehr, das sie auf den Rücken geschnallt hatte. Sie schien zu ahnen, was er dachte. Förmlich konnte er sie unter der Maske lachen sehen. Zumindest bildete er sich das ein. “Wer zum Teufel bist du?” er zog sich ein Stück zurück, setzte sich auf die Brüstung. “Den Teufel lass mal da, wo er hingehört. Und wer ich bin, tja, das musst du schon selbst herausfinden Jack.” sie blieb stehen. “Ich hasse Ratespielchen” knurrte er. Ihm wurde seltsam zumute. Irgendwas stimmte nicht, das spürte er. Aber er konnte einfach nicht sagen was. Sein herz schlug einige Takte schneller. Was zum Teufel war mit dieser Frau los? Wer oder was war sie? Und warum war sie ihm so seltsam vertraut? Sie drehte ihm den Rücken zu. Eine Gelegenheit die er sich nicht entgehen lassen wollte. Er griff sie von hinten an, das Messer in der Hand. Als ob sie es gespürt hätte, drehte sie sich um, packte seinen Oberarm und hielt ihn fest. “Ich hab dich gewarnt mein Freund.” meinte sie ruhig und drehte weiter. Er hörte nur ein gefährliches knacken und spürte den aufwallenden Schmerz. Gerade noch verhindert er, laut loszuschreien. Der Arm war gebrochen, da war er sich sicher. “Ich will dir nicht wehtun, aber du lässt mir ja keine Wahl.” raunte sie ihm ins Ohr, ließ ihn los und trat ihm schmerzhaft zwischen die Rippen. Schwer atment fiel er auf den Rücken. Diese Augen, ...warum waren sie ihm so vertraut? Er verstand es einfach nicht. Sie umschlich ihn, ließ ihn aber nicht aus den Augen. “Was willst du hier? Die Geschichte hier ist ein bisschen hoch für jemanden wie dich.” meinte sie ruhig. “Das geht dich einen feuchten Dreck an. Nochmal, wer zur Hölle bist du?” knurrte er. “Ich hätte dich nach allem für Intelligenter gehalten alter Freund!” lachte sie und sprang vom Steg in die Schwärze unter ihnen und verschwand. Jack sprang auf, sah ihr nach. “Verdammte ....” brummte er und renkte seine gebrochenen Knochen wieder ein. Er wusste, in ein paar Stunden würde der wieder in Ordnung sein, aber diese Sache würde er so schnell nicht vergessen. “Wer immer du bist Mädchen, ich krieg dich noch!” brüllte er in die Schwärze und ging.
Ihr Herz klopfte wie verrückt. Sie hatte ihn nicht verletzen wollen, aber es gab keinen anderen Weg, das wusste sie. Wenigstens hatte sie so einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterlassen. Ihr tat es selbst weh. “Verdammt, reiss dich zusammen! Du hast ihm nen Arm gebrochen und nicht die Innereien rausgerissen.” mahnte sie sich selbst zur Ruhe. Sie wollte die Tränen, die in ihrer Kehle brannten zurückzuhalten, aber es funktionierte einfach nicht. 2 Jahre waren vergangen und er hatte immer noch keinen Schimmer, was eigentlich passiert war. “Er” hatte ihm noch immer nicht die Wahrheit gesagt. Sie wusste es. Sie nahm ihre Maskerade ab. Ihr langes rotbraunes Haar fiel über ihre Schultern, als sie die schwarze Perücke vom Kopf zog. Narben, die ihren hals zierten, waren die letzte Erinnerung an das was passiert war. Da stand sie nun, die Frau, die Jack für tot hielt, die einzige Frau, die jemals sein Herz erreicht hatte: Und Samantha Marshall lebte!


Kapitel 2 - Kampf der Giganten
Kapitel 2 - Kampf der Giganten

Es hatte zu regnen begonnen. Seufzend strich sich Jack das Wasser aus dem Gesicht. Dieses Gör raubte ihm den letzten Nerv. “Was wollen sie von mir sie Grobian? Lassen sie mich los! Wenn mein Daddy...” wieder ging sie ihm gewaltig auf die Nerven. Inzwischen hatte sie ihm schon ein paar blaue Flecke verpasst, indem sie ihm gegen die Schienbeine trat. Es war nicht sonderlich schmerzhaft, als .... Nervig. Ihm fiel kein besseres Wort dafür ein. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte er ihr einfach ein paar Ohrfeigen verpasst, damit sie den Mund hielt. Aber seine Order lautete, sie nicht anzufassen. So nahm er es knurrend hin, das sie ihm erneut vors Schienbein trat. Die Kirche, in der er sie einsperren sollte, war nicht mehr weit. “Wenn du noch einmal zutrittst Kleine, schick ich dich ins Reich der Träume. Haben wir uns verstanden?” brüllte er sie an. Es wurde ihm einfach zu bunt mit der Kleinen. Sie sah ihn erschreckt an. Alle Farbe war ihr aus dem Gesicht gewichen. “Warum bin ich nicht früher auf diese Idee gekommen? Wahrscheinlich weil das zu offensichtlich ist.” murmelte er und zog sie weiter am Oberarm in Richtung Kirche. Wenn er nicht so dringend das Vertrauen von Saddler gebraucht hätte, dann hätte er diesen Job schon längst hingeschmissen und seinem Auftraggeber gesagt, das er den Scheiß gefälligst allein erledigen kann. Aber sein Auftraggeber war nicht zimperlich. Wenn er versagen würde,.... er wollte gar nicht weiter darüber nachdenken, was dann passieren würde. Wenn.... Nein! Darüber wollte er jetzt erst recht gar nicht denken. Er dachte schon wieder zu viel. Und wenn er zuviel grübelte, dann litt sein Job darunter und DAS konnte er sich nun wirklich nicht leisten, nicht jetzt und auch nicht später.
Die kleine Nervensäge in die Kammer zu bringen, war ein Knochenjob gewesen. Das sie ihn auch noch gebissen hatte, war die Krönung des Tages. Erschöpft ließ er sich auf eine der noch heilen Bänke fallen. Der Tag war lang genug gewesen und seine “Veränderung” zerrte noch immer an seinem Körper. Zurück zu seiner Unterkunft? Nein, darauf hatte er jetzt am wenigsten Nerven. Wenn er dieser Ada über den Weg lief, würde er diesmal nicht so ruhig bleiben. Und darauf hatte er nun wirklich keine Lust. Er lehnte sich zurück, legte einen Arm über die Lehne der Bank und genoss die wenigen Momente der Ruhe, die ihm zuteil wurden. Und da sah er es wieder. Diesen Schatten, diese junge Frau. Sie stand auf dem Absatz ihm ersten Stock über dem Altar und sah ihn ruhig an, die Arme vor der Brust verschränkt. Nur diesmal war es anders. Sie war unmaskiert, das lange Haar hatte eine andere Farbe und sie sah aus wie ... Nein! Das konnte nicht sein. Sie war tot. Er hatte ihren toten Körper in den Armen gehalten. Er hatte gesehen, was passiert war. Was für ein Spiel wurde mit ihm hier gespielt? Das Herz schlug ihm bis zum Hals. Die Wut, die er jahrelang verdrängt hatte, stieg in ihm auf. Wie von selbst wanderte seine Hand zum Messerhalfter an seiner Schulter. Wer immer diese Frau auch war, sie würde es bereuen, das sie ein Kapitel in seinem Leben wieder aufschlug, das er beenden wollte.
Sie sah die Verwirrung in seinen Augen und die Wut, die in ihm erwachte. Anders hatte sie es nicht erwartet. Was sollte er schon denken? Er wusste ja nicht, was wirklich geschehen war. Es tat ihr selbst weh, ihn so zu sehen, aber es gab keinen anderen Weg. Jetzt oder nie musste sie sich ihm stellen, wenn er die Wahrheit wissen sollte. “Wer bist du? Wieder so n Arschkriecher von Saddler, der versucht seine Spielchen mit mir zu spielen? Komm runter und ich mach dich kalt Mädchen.” knurrte er sie an und zog das Messer aus dem Holster. Sie seufzte. Es ließ sich nicht vermeiden, obwohl sie es gehofft hatte. “Wer ich bin?”, sie lachte, “Ich dachte, du vergisst mich nicht so schnell, Jack.” Sie sprang von der Brüstung und rollte sich beim Aufprall auf dem harten Betonboden ab. “Sie ist tot. Und wer immer du bist, sag deinem Leben schon mal Goodbye.” mit diesen Worten holte er mit dem Messer nach ihr aus. Haarscharf sauste die Klinge an ihr vorbei. Sie konnte grad noch ausweichen. Der Faustschlag der danach kam, den hatte sie nicht erwartet. Der Schwung riss sie mit, ließ sie hart an den Pfeiler hinter ihr krachen. Putz bröckelte von morschen Putz ab. Schmerzhaft wurde ihr bewusst, das er es mehr als ernst meinte. “Du hast es so gewollt.” murmelte sie und zog ebenfalls ihr Messer. Erneut holte er aus. Klirrend krachten die Klingen aufeinander. Funken blitzten auf. Sie spürte förmlich seine Aggression. Sie drehte sich aus der Bewegung der Klingen hinaus, brachte etwas Abstand zwischen sich und ihn. “Beruhig dich. Lass mich erklären.” versuchte sie die Situation zu beruhigen. Ohne Erfolg. Erneut holte er zum Schlag aus. Ihr blieb nichts anderes über. Sie packte seinen Arm und brachte Jack zu Fall. Hart rammte sie ihm ihr Knie in den Rücken, als er vor ihr auf dem Boden lag. Sie beugte sich über ihn, rammte ihr Messer kurz vor seinem Gesicht in den Boden. “So, hörst du mir nun zu?” meinte sie ruhig zu ihm.“ Er sagte nichts, versuchte sie abzuschütteln. “Dann eben nicht. Hör zu, nur für ne Sekunde. Ich will dich nicht killen, aber wenn du mir keine andere Wahl lässt, werde ich nicht zögern.” sie stand auf und zog das Messer aus dem Boden. Zögernd rappelte sich auch Jack auf, klopfte sich den Staub vom Körper. “Noch mal zum mitschreiben. Wer bist du?” er schien versuchen, seine Wut unter Kontrolle zu bekommen. Scheinbar wollte er Antworten. “Auf einmal doch. Na dann setz dich. Das wird dir nicht gefallen.” seufzte sie.
     Es war seltsam für ihn. Irgendetwas in ihm schrie, das sie die Wahrheit sagte, das sie die war, die sie behauptete, aber die andere Seite in ihm brüllte, dass das wieder nur ein Spiel war, in das man ihn verwickelte. Er sah sie vor sich, real. Wirklich denken konnte er für diesen Moment nicht. Es schmerzte, die verlorenen Jahre, all die Zeit. “Wo warst du? Warum hast du kein Zeichen von dir gegeben? Warum Samantha? Warum? Meinst du ich ... Das wird mir zuviel.” er setzte sich. Schwer atment schlug er die Hände vors Gesicht, versuchte zu ruhe zu kommen. “Es war nicht einfach. Du hast keine Ahnung, was alles passiert ist, bevor ich hierher kam. Ich lebe, reicht dir das nicht vorerst? Ich will nicht noch mehr durcheinander bringen.” sie ging vor ihm auf und ab. “Durcheinander? Was ist hier noch ordentlich? Was soll ich denn jetzt denken? Ich hab dich 2 Jahre für tot gehalten. Ich hab dich in meinen Armen sterben sehen! Meinst du das vergisst man so leicht? Von jetzt auf gleich. Was erwartest du von mir? Ich will wissen, was passiert ist!” mit jedem Wort wurde er lauter. Sie kniete sich vor ihn, ihre Hände auf seinen Oberschenkeln ruhend. “Ich erkläre dir alles zu seiner Zeit. Du weißt das Leon auf dem Weg hierher ist, oder?” sie sah ihn mit einem wissenden Blick an. Unwillkürlich musste er lachen. Woher wusste sie soviel? Er nickte nur. “Jetzt kommt der schwierige Teil. Ich habe Leon damals gesagt, er soll schießen. Er hat gewusst, was in Raccoon passiert ist, weil er selbst dabei war, bei dem Virusausbruch und er hat überlebt. Du hasst ihn für das was er getan hat, das versteh ich, aber er hat das einzig richtige in diesem Moment für mich getan. Bitte Jack, es ist keine Lösung ihn dafür jetzt töten zu wollen. Die Dinge sind jetzt anders als sie vor ein paar Stunden noch waren.” sie stand auf, ließ die Hand auf seiner Schulter ruhen. Er wusste absolut nicht, was er jetzt noch tun sollte. Plötzlich war alles anders. Mit ihrem Auftauchen hatte sie alles aus der Bahn gerissen, alles was ihn in diesem Auftrag angetrieben hatte. Sein Hass auf Leon verflog. Er hatte sie nicht getötet hämmerte es in seinem Kopf. Was immer er getan hatte, er hatte sie nicht getötet. “Und was sollen wir jetzt tun?” er sah auf, in ihre ihm so vertrauten Augen. Es war zu spät einfach mit ihr zu verschwinden, dem ganzen ein Ende zu setzen, bevor es überhaupt anfing. “Leon helfen zu überleben. Einen Alptraum, der ihm bevorsteht. Zum zweiten Male.” sie hielt ihm offen die Hand hin. Ein stummes Bitten um seine Hilfe. Einen Moment zögerte er, doch dann nahm er an. Es war Zeit etwas zu ändern.
Kapitel 3 - Alte Banden
Kapitel 3 - Alte Banden

“Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich meine große Klappe gehalten.” seufzend sah Jack über die alte Minenanlage. Überall waren sie, diese Las Plagas verseuchten Dorfbewohner, bewaffnet mit Heugabeln, Dynamitstangen und Beilen. Und bereit diese auch einzusetzen. “Jetzt ist es zu spät einen Rückzieher zu machen.” grinste Samantha und sprang vom Dach des vermoderten kleinen Lagers. Einer dieser Las Plagas Wirte, ganz offensichtlich mal ein Bauer gewesen, stieß das Tor auf, das die Mine vom Lager trennte. Jemand hatte ihm gut zugesetzt. Blut lief über sein Gesicht und er schleifte das Bein hinter sich her, genauso wie eine große, sehr scharf aussehende Axt. Sam zog eine Pistole aus ihrem Gürtelholster: “Träum weiter.” Zwei Schuss und der Mann war tot, bevor er auf dem Boden aufschlug. Doch statt eine Leiche zu hinterlassen, fing der Körper an zu blubbern und zerfloss. “Ekelig. Jack, wo bleibst?” sie sah aufs Dach. Er schien für einen Moment in Gedanken versunken zu sein. “Was? Ähm, bin schon da.” etwas verlegen kam er zu ihr. “Alles okay?” etwas besorgt sah sie ihn an. Es fiel ihm nicht leicht, das zu akzeptieren, was hier gerade mit ihm geschah, das hatte sie schon längst bemerkt. “Ich zwing dich nicht, ...” begann sie. Aber sofort fiel er ihr ins Wort: ”Das tust du nicht. Ich hab dich einmal verloren, nicht ein zweites Mal. Und Leon ist ein Freund. Es ist nur alles, ein wenig ....... komisch.” Sie lächelte, steckte ihre Waffe ein: “Für mich auch. Glaub mir.”  
Ein fester Tritt von Jack und die Tür des Lagers, die etwas klemmte flog auf. Staub wirbelte in die Luft, die nach Moder und Schimmel roch. Sam drückte sich an die Wand. Ein kleiner Gang führte hinein. Regale standen an den Wänden. Keiner der beiden sagte ein Wort. Handzeichen reichten völlig. Sie deutete ihm an, weiter hineinzugehen aber Vorsicht walten zu lassen. Langsam schlich er weiter in den Raum hinein. Stille, niemand war zu hören. Er lauschte. Um die Ecke hörte er dann doch Stimmen. Und dann erkannte er sie. Die eine gehörte Luis Sera, einem Kerl, der hier öfter in der Gegend ihm über den Weg lief und einen furchtbaren spanischen Akzent hatte. Und die andere erkannte er auch sofort und es fiel ihm schwer, sich unter Kontrolle zu halten. Leon S. Kennedy. Er sah zu Sam, nickte als Zeichen, das er sie gefunden. Diese nahm es ihm ab, sich zu erkennen zu geben. Langsam ging sie um die Ecke.
“Leon, Leon, Leon. Du gerätst auch immer in die größten Schwierigkeiten.” grinsend lehnte sie sich an die Wand, als sie den selben verwirrten Gesichtsausdruck bei ihm wie bei Jack sah. “Was zur Hölle!” stammelte Leon. Er hatte sich kein Stück verändert, bis auf das er ein wenig trainiert zu haben schien. “Das hab ich im ersten Moment auch gedacht. Schön dich wiederzusehen Leon.” Jack kam ebenfalls zu ihnen. “Zwei Tote tauchen plötzlich wieder auf. Na wenn das kein gutes Omen ist. Der Tag kann nur besser werden!” Leons Stimme tropfte vor Sarkasmus. “Wollt ihr aus den Fesseln raus, oder soll ich euch noch n Weilchen zappeln lassen?” sie lachte. Die beiden saßen Rücken an Rücken, an den Händen zusammengefesselt auf dem Boden. “Aber nein, ich liebe es so eng an nen Typen gebunden zu sein, den ich nicht kenne. Verdammt, mach die Dinger los.” leicht genervt versuchte er sich aus den eisernen Ketten zu ziehen. Sam kniete sich zu ihnen und zog einen Dietrich aus der Jackentasche. Geschickt öffnete sie die Verriegelung und befreite die zwei. Der spanisch aussehende junge Mann rieb sich kurz die gelenke und haute dann ab. “Wer war das denn?” etwas konfus sah ihm Sam nach. “Luis Sera. Trifft man hier häufiger.” Jack lehnte sich an die Stelle an der Wand, wo zuvor sie gestanden hatte. “Moment mal ihr zwei. Dir habe ich ne Kugel durch den Hals gejagt und du sollst vor zwei Jahren bei nem Unfall ums Leben gekommen sein.” Leon stand auf, rieb sich die Handgelenke. “Ich wäre auch fast draufgegangen, wenn mir nicht jemand den Arsch gerettet hätte. Meinst du wo ich die Narbe weg hab?” Jack verschränkte die Arme vor der Brust. Die tiefe Narbe in seinem Gesicht, die die gesamte linke Seite seines Gesichtes zierte. Sie hatte ihn mit Absicht nicht darauf angesprochen. “Meine Story würde zu lange dauern, aber dafür haben wir nun keine Zeit. Du willst das Mädchen retten, richtig?” versuchte sie die Situation einigermaßen zu beruhigen, den sie spürte, das noch immer etwas zwischen den beiden vorsich ging und das war alles andere als freundschaftlich. Kein Wunder nach all der Zeit. “Ashley, ja.” Leon lud seine Waffe nach. “Na dann komm. Wir haben noch einiges vor uns.” grinste Sam.
Kaum waren sie wieder draußen, ging Leon hustend und würgend auf die Knie, hielt die Hände vor dem Mund. “Was ist denn jetzt los?” Jack blieb stehen. Damit hatte er nicht gerechnet. Und dann sah er es, wie es schon hunderte male gesehen hatte. Das Blut auf Leons Händen als sich der Hustenreiz etwas gelegt hatte. DAS hatte ihm jetzt gerade noch gefehlt: “Scheiße. Sam, er ist infiziert. Er hat nen verdammten Plagas in sich.” “Er hat was? Bist du sicher?” sie half Leon auf, dem die Farbe aus dem Gesicht gewichen war. Ihm schien klar zu sein, was diese Worte zu bedeuten hatten. “Ich bin schon ne Weile hier. Und ich hab sich einige verwandeln sehen. Kannst du an irgendwas erinnern Leon? Haben die irgendwas mit dir gemacht?” Jack sondierte die Lage, während er mit ihm sprach. Es sah nicht gut aus. Kaum hatte er das Tor zur Mine aufgemacht, kamen ihm zwei Plagazombies entgegen. Er war nur mit seinem Messer bewaffnet. Es war umständlich nahe genug an die Körper heranzukommen, aber er schaffte es. “Als ich bewusstlos war, haben die mir irgendwas in den Hals...” begann Leon. “Red nicht weiter, da hast dus und nu zieh endlich deine Knarre. Ich hab nicht mehr als mein Messer und hilf mir mal jemand.” fiel er ihm ins Wort. Wieder kamen welche angelaufen. “Runter!” Sams Stimme war mehr als eindeutig. Er schmiss sich hinter eine der Mauerruine, als er sah, was sie meinte. Eine Dynamitstange lag kurz vor ihm. Nur Sekunden später explodierte sie. Er spürte die Druckwelle über ihm und hörte ein paar Schreie der Las Plagas Wirte, die die Explosion scheinbar erwischt hatte. “Effektiv, aber strohdumm.” dachte er. Samantha kam zu ihm, die Pistole im Anschlag: “Bist du okay?” “Ich bin in einem Stück. Leon?” gab er zurück. “Bin auch noch ganz. Diese Viecher fangen an mir auf den Keks zu gehen. Wollen wir denen mal zeigen, das mit uns nicht zu spaßen ist?” grinste Leon. Die Anspannung wich. Jack lachte: “Wie in alten Zeiten. Holen wir sie uns. Und Leon, es gibt eine Möglichkeit die Dinger aus einem rauszuholen. Ich lass dich nicht hängen, okay?” “Okay Krauser.” er hielt ihm die Hand hin und Jack schlug ein. Er musste zugeben, es tat unendlich gut, wieder unter seinen alten Freunden zu sein. Das er Leon eigentlich erst töten wollte, behielt er für sich. Es war besser so wie es jetzt war.
Kapitel 4 - Schulden
Kapitel 4 - Schulden

Die Mine zu “Befrieden” war einfacher als die Drei gedacht hatten. Jack nahm Leons Ersatzwaffe, als dieser ihm diese hinhielt. Einige Gegner kamen mit brennenden Dynamitstangen auf sie zu. “Ein leichtes Spielchen.” Jack legte an und mit einem einfachen Kopfschuss ging der Dynamiträger zu Boden. Nur Sekunden später flog das brennende Dynamit in die Luft und sprengte auch so die Gegner. “Merkt euch eins. Die sind zwar schnell und ziemlich nervig, aber strohdoof.” meinte er, steckte die Waffe ein und beförderte den Gegner, der schon kurz vor ihm stand mit einem Tritt an den Kopf zu Boden. Das Genick brach unter seinem Gewicht wie ein trockenerer Zweig. “Halt mich nicht für völlig verblödet Krauser.” Leon folgte seinem Beispiel. Dann spürte es Jack wieder, den Schmerz der von den Finger seiner linken Hand bis in die Schulter sich schnell und unbarmherzig ausbreitete. “Oh nein, nicht jetzt.” schoss ihm durch den Kopf. Er fiel etwas zurück, überließ Leon und Sam das kämpfen. Er presste die rechte Hand auf die schmerzende Schulter. Der Schmerz wurde übermächtig, zwang in ihn die Knie. Sterne tanzten vor seinen Augen. “Hey, was ist los?” hörte er plötzlich Leons Stimme neben sich. Wirklich etwas wahrzunehmen war im Moment zu schwer für ihn. “Tief durchatmen, lass es nicht die Kontrolle übernehmen. Wehr dich dagegen.” Sam kniete sich vor ihn, legte eine Hand in seinen Nacken.
“Was ist los mit ihm?” Leon machte sie nervös. Vorsichtig fühlte sie nach Jacks Puls. Er war da, wenn auch schwach. “Er ist mit irgendwas infiziert, aber n Plaga ist es nicht. Ich würde n Virus tippen. Ist nicht einfach die Kontrolle darüber zu behalten.” sie zog eine Spritze mit einer klaren Flüssigkeit aus der Hosentasche. “Ha - Ha - Halt! Was wird das denn jetzt?” Leon packte ihre Hand mit der Spritze. Sie sah seine Verwirrung, aber sie musste etwas tun. Jack verlor die Kontrolle, egal mit was er infiziert war. “Ich versuch einfach nur etwas. Ihr beide habt gesehen, was mit mir passiert ist, als ich die Kontrolle verloren hab. Das Mittel hilft etwas.” sie riss sich los, stieß Jack die Nadel in den Oberarm und drückte den Kolben runter. “Und was bringt das jetzt?” Leon sah sich um, während er mit ihr sprach. “Lass ihn sich n Moment ausruhen, dann geht’s mit ihm gleich wieder. Wir sollten schauen das wir weiter kommen. Das Tor da oben war dicht.” sie stand auf. “Ja. Schau du mal da oben. Da führt n Weg hoch, ich schau mir mal das kleine Gebäude noch mal genauer an.” er ging los. “Da oben steht ne Kiste. Da ist ein Teil eines Ornamentes. Damit kriegt ihr die Tür auf.” flüsterte Jack. “Danke. Ruh dich noch n Moment aus. Bin gleich wieder da.” lächelte sie, strich kurz über seine Wange. Es tat ihr weh, zu sehen, was mit ihm geschah. Hatte “Er” das selbe mit ihm angestellt wie mit ihr? Sie konnte sich kaum vorstellen, das die zwei was miteinander zu tun hatten, aber irgendwie... es passte einfach. Sie stand auf und machte sich auf den Weg, den kleinen Abhang hinauf. Gerade als sie ein paar Schritte gegangen war, fing ihr Funkgerät an zu piepsen. Daran hatte sie gar nicht mehr gedacht. Leicht genervt nahm sie es vom Gürtel. “Was willst du?” knurrte sie. “Wir hatten einen Deal.” meinte die Stimme ungerührt. “Der Deal mein Kleiner, ist geplatzt. Was hast du mit Jack Krauser gemacht?” meinte sie. “Du weißt, was jetzt passiert, oder?” drohte man ihr. “Das ist mir so was von egal. Ich will ne Antwort. Was hast du mit Jack gemacht?” sie wurde lauter. “Nennen wir es ein kleines erfolgreiches Experiment.” fast war es, als wenn die Stimme lachte. “Wenn ich dich mal wieder in die Finger bekomme, sollten wir ein paar ernste Worte miteinander wechseln, sehr bleihaltige Worte, wenn du verstehst!” unwillkürlich schüttelte sie den Kopf. “Hör mal zu mein kleines Schwesterherz. Das wird niemals passieren, und du weißt warum.” knurrte sie die Stimme an. “Ach, jetzt nennst du mich mal wieder Schwester? Hast du schon seit du abgehauen bist nicht mehr getan.” sie merkte, das sie ihn in die Ecke gedrängt hatte. “Hör schon auf. Das bringt doch nichts. Pass auf dich auf Samantha.” er beendete das Gespräch. Mit einem abfälligen Ton auf den Lippen steckte sie das Funkgerät ein. Mal wieder hatte er die Videoübertragung abgeschaltet. Er konnte es scheinbar noch immer nicht ertragen ihr wieder in die Augen zu schauen, ihr großer Bruder.
Für Leon war die Stille fast unerträglich, als er durch das Gebäude schlich. Oben auf dem Dach hatte er eine Kiste mit einem Teil eines Ornamentes gefunden, aber nur eine Hälfte. Aber genau darüber dachte er jetzt nicht nach. Vielmehr über die beiden, Krauser und Sam. Beide hatte er für Tod gehalten und ausgerechnet jetzt platzten sie so mir nichts dir nichts wieder in sein Leben. Knarrte da nicht eine Bodendiele hinter ihm. Blitzschnell drehte er sich  mit gezogener Waffe um und sah ebenfalls in einen Lauf. “Meine Güte, erschreck mich nicht so.” Jack stand hinter ihm, genauso erschreckt wie er und steckte die Pistole wieder ein. Spontan musste Leon lachen. “Oh man, ich hätte heute morgen nicht aufstehen sollen.” er steckte die Pistole wieder ins Halfter. “Das sagst du dem Richtigen.” Jack setzte sich auf eine der umstehenden Kisten. “Alles wieder okay bei dir? Was war los?” Leon tat es ihm gleich. “Das hab ich zwischendurch. Der Virus, mit dem ich infiziert bin will die Kontrolle über mich übernehmen. Ist nicht leicht, das ich die Kontrolle über mich behalte. Aber jetzt geht’s wieder.” er ging sich durchs Haar, wich Leons fragendem Blick aus. Für ihn war klar, das Jack ihm nicht die ganze Wahrheit sagte. “Seit wann weißt du das Sam noch lebt? Mich hat’s echt umgehauen, als ich sie vor mir stehen sah.” er stand wieder auf. Zeit, sich ausruhen hatte er später noch genug, wenn das hier vorbei war. “Seit ein paar Stunden. Ich hab nicht geglaubt, was ich sah. Bin im ersten Moment auf sie los.” Jack’s Blick lag irgendwo in weiter ferne. “Du hängst immer noch so an ihr. Kann mich noch gut daran erinnern, wie du durchgedreht bist, als sie ... Du weißt schon.” er wollte nicht wieder alte Wunden aufreißen. “Wenn du die Frau, die du liebst, sterbend in den Armen hälst und dann zusehen musst, wie sie scheinbar für immer die Augen schließt, was würdest du tun als einen an der Klatsche zu kriegen?”  Jacks ehrlicher offener Ton überraschte Leon. Damit hatte er nicht gerechnet, das er auf einmal so ehrlich zu ihm war. Er wusste keine Antwort. Ihm schoss nur ein Bild durch den Kopf, damals vor 6 Jahren in Raccoon.
“Hey ihr Zwei. Ich hab was gefunden.” Sam kam zu ihnen, hielt stolz das halbe Ornament in der Hand. “Und ich hab die andere Hälfte.” grinste Leon. “Damit kommen wir weiter.” Jack nahm die beiden Teile, steckte sie zusammen. Ein ganzes entstand. Endlich ging es vorran. Jack sah nicht gut aus nach diesem kurzen Anfall, fand Sam. “Wirklich alles okay bei dir?” fragte sie ihn deshalb. “Es geht schon. Mach dir keine Sorgen.” er mühte sich ein gespieltes Lächeln ab. Sam seufzte und gab es auf. Wenn er seinen Dickkopf hatte, brauchte sie es erst gar nicht weiter versuchen an ihn heran zu kommen. Sie gingen zum Tor. Leon öffnete es nach ein paar misslungenen Versuchen mit dem Ornament. “Na also, geht doch.” murmelte er. Ein verschlungener Waldweg lag vor ihnen. “Wo geht’s denn dahin?” fragte Leon laut scheinbar was er gerade dachte. “Zum Haus von Mendez, diesem Villagechief. Ich warne euch. Der Typ hat’s in sich. Der hat mir einmal eine verpasst, das mir hören und sehen vergangen ist.” Jack ging ein Stück in das Waldstück hinein. “Suchst du irgendwas?” verwundert sah Leon ihm nach und auch Sam verstand nicht ganz was er da unter einem verfallenem alten Baum suchte. Erst als er zurückkam und sie sah was er da in der Hand hielt, musste sie laut lachen. Das konnte sie nun wirklich nicht glauben: “Pfeile und n Sportbogen. Hätte ich dir nicht zugetraut.” “Du traust mir ein wenig zu wenig zu.” er verstaute die Pfeile an seinem Gürtel am Rücken und hielt den Bogen in der Hand. “Mal was anderes. Woher kennst du dich hier so gut aus Krauser? Langsam wird mir das unheimlich.” Leon stellte die Frage. Darauf hatte sie eigentlich die ganze Zeit gewartet. Das er bisher geschwiegen hatte dazu, hatte sie doch gewundert. Sie merkte schon, das Jack diese Frage mehr in die Ecke drängte, als ihm lieb war. “Weil ich Ashley entführt habe.” meinte er plötzlich doch geradeheraus. “Du hast ... WAS?” ungläubig sah Leon in seine Richtung. “Du hast keine Ahnung, was in den letzten 2 Jahren alles passiert ist, wem ich mein Leben zu verdanken habe. Ich habe diesem Dreckskerl alles zu verdanken und steh etwas zu tief in seiner Schuld, als das ich da so einfach wieder rauskommen kann.” platzte es Jack heraus. “Wer? Wer steckt hinter all dem?” knurrte Leon, seine Hand wanderte zu seiner 9mm. “Hey, lass den Mist. Ich will hier keinen Kugelhagel zwischen euch beiden. Albert Wesker. Der Name dürfte dir inzwischen etwas sagen Leon.2 sie ging dazwischen. Die Anspannung zwischen den beiden Männern wurde ihr einfach zu groß. Wenn sie hier lebend rauswollten, dann mussten sie zusammen halten. “Ja, aber woher kennst du ihn?” er ließ die Hand sinken. “Weil ich ihm näher stehe als mir lieb ist so manches Mal.” knurrte sie und ging weiter, ohne sie weiter anzuschauen. Nicht weil sie sauer auf Leon war, nein. Sie wollte einfach nur einen Moment allein sein, die Erinnerungen bekämpfen, die in ihr aufstiegen.
Zwischenspiel die Erste
Zwischenspiel die Erste- 20 Jahre in der Vergangenheit, Los Angeles, Intensivstation eines Krankenhauses

Sie war kalt, ihre Haut lief fast schon bläulich an. Schläuche hingen an dem ausgezerrten Kinderkörper, oder vielmehr das, was die Krankheit aus ihm gemacht hatte. Ein ausgemergelter Körper und eine Seele die zu zerbrechen drohte, drohte hinüberzugleiten in den Tod. Vielleicht der letzte Ausweg aus dem Debakel, das sich ihr darbot. Ihre Eltern tot, mit 8 Jahren eine Waise. Nur das Kinderheim wollte das man sie am leben hielt, oder wie immer man das auch nennen mochte. Eine streng katholische Einrichtung, die glaubte, wenn der Herrgott sie haben wolle bei sich, würde er sie schon holen. Ein junger Mann in schwarz betrat das Krankenzimmer, setzte sich leise an das Bett des Mädchens. Vorsichtig nahm er ihre kalte Hand, wärmte sie in seiner. Mit der anderen strich er ihr sanft durchs Haar. “Solange habe ich dich gesucht. Du wirst wieder gesund. Ich verspreche es dir meine Kleine.”  flüsterte er, küsste ihre Stirn. Die Schwester, die ins Zimmer kam erschrak furchtbar, als sie jemanden an ihrer Seite sitzen sah. Seit sie hier war, hatte sie niemand besucht. Die Kleine hatte ihr immer so leid getan. Stunden hatte sie an ihrer Seite verbracht, ihr Geschichten vorgelesen und sich mit ihr beschäftigt. Das Mädchen hatte eine schwere, nicht bekannte Genkrankheit. “Wer sind sie? Was wollen sie hier?” fuhr sie den unbekannten Mann an. Er drehte sich ruhig zu ihr um. Eine dunkle Sonnenbrille verhinderte den Blick in seine Augen: “Das Mädchen ist meine Halbschwester. Wenn sie sich die Mühe gemacht hätten, mal in ihren Unterlagen etwas genauer hinzuschauen, dann hätten sie gemerkt, das ein Halbbruder angegeben ist und wir hätten uns eine Menge Papierkrieg erspart Lady.” sein Ton war direkt und scharf. Ein Befehlston, dem man nur ungern widersprach. “Ich hole den Chefarzt. So geht das nicht.” sie lief rot an und ging hinaus. “Ich bitte sogar darum. Ich werde sie mitnehmen. Sie sind nicht dafür ausgerüstet dieses Mädchen zu retten. Ich schon.” wieder dieser Ton. Der Schwester lief ein kalter Schauer über den Rücken. Wer zum Henker war dieser Mann?
“Dieses Mädchen hat keine Chance zu überleben Mister. Sie wird so oder so sterben. Ihre Krankheit ist völlig unbekannt und egal was wir tun, wir können sie nicht bekämpfen. Wollen sie sie zum Sterben holen? Von einem Halbbruder ist nirgends die rede. Wenn dem so wäre hätten wir sie schon längst informiert.” versuchte der Chefarzt den Mann zu überreden. Bis jetzt hatte er der Frage nach seinem Namen jedes Mal geschickt mit einer Gegenfrage ausgewichen und der Arzt gab es langsam auf, den Namen zu erfragen. Er hatte mit der Chefetage gesprochen und die gaben dem Mann grünes Licht die Kleine mitzunehmen. Umbrella. Sie scherten sich eh einen Dreck um ein einziges Kinderleben. Aber er hatte selbst Kinder und von daher gab er nicht so schnell auf. “Hören sie..” begann er. “Nein, Sie hören mir zu. Ich nehme meine Schwester jetzt mit und sie sehen zu das sie mir aus dem Weg gehen oder ich werde mal ein Wort mit ihren Vorgesetzten reden, was ihre Patzer an gewissen Patientinnen angeht. Hab ich mich klar ausgedrückt?” schadenfroh grinste er den Arzt an, dem die Farbe aus dem Gesicht wich. Woher zum Teufel wusste er davon? Der Mann nahm das Mädchen sanft auf seine Arme, nachdem der Arzt die Kabel und Schläuche von ihr entfernt hatte und die Schwester sie in eine warme Decke gewickelt hatte. “Wenn sie sich doch beschweren wollen, was ich für sie nicht hoffe. Mein Name ist Doktor Albert Wesker.”
Grinsend drehte er sich um mit dem Kind auf den Armen und ging hinaus. Der Arzt hoffte nur eins. Das dieses Kind diesen Doktor überlebte.
Kapitel 5 – Treffen in der Dunkelheit
Kapitel 5 – Treffen in der Dunkelheit
Es war inzwischen dunkel geworden. Der Mond stand hell am Firmanment. Leon schlief ruhig, genau wie Jack. Das Haus des Villagechiefs war leer gewesen. Eine willkommene Möglichkeit etwas zu rasten. Jack war mehr erschöpft als er zugab. Der Virus zerrte an seinen Kräften, das merkte Sam. Alles was er jetzt brauchte, war etwas Ruhe um den Virus weiterhin unter Kontrolle halten zu können. Und Leon? Es tat ihr unendlich leid, das er so tief nun darin steckte, nach allem was er schon in Raccoon durchgemacht hatte. Und nun auch noch dieser verdammte Plaga, der in ihm heranreifte. Wielange er wohl noch hatte, bis dieser verdammte Parasiet die Kontrolle über ihn übernahm? Es tat ihr einfach nur leid, das er das durchmachen musste. Lächelnd deckte sie Jack wieder zu, der sich unruhig von einer Seite auf die andere drehte und sich ständig die Decke vom Körper  wand.
Das Zimmer war klein, nur zwei Betten und ein Schrank standen darin. Langsam und leise ging Sam hinaus und schloss leise die Tür hinter sich, das die beiden bloß nicht wach wurden. Es hatte sie viel überredung gekostet, sie dazu zu überreden. Sie hatte das Feuer im Kamin entzündet und setzte sich davor. Das leise knistern des Holzes beruhigte sie etwas, genau wie die angenehme Wärme die nun über ihre Haut wanderte. „Es ist lange her, das du das das letzte Mal erlebt hast, oder?“ die warme Stimme hinter ihr ließ sie hochfahren. Sie konnte es kaum glauben. Sollte er sich tatsächlich mal bequemt haben, das gebäude zu verlassen? Langsam drehte sie sich um. Da stand er tatsächlich am Fenster und schaute ruhig hinaus, die Hände hinter dem Rücken verschränkt. Wie immer im schwarzen Anzug und die unvermeidliche dunkle Sonnenbrille im Gesicht. „Was willst...“ pollterte sie los. „Sei leise Sam. Sonst weckst du die Zwei noch und das wollen wir doch nicht riskieren, oder?“ die zweideutigkeit seiner Worte ließ sie sich selbst zur reson rufen. „Was willst du Albert?“ sie stand langsam auf, schaute auf die Anrichte, wo eigentlich ihre Waffe liegen sollte, aber diese war weg. „Denk nicht mal dran Sammy. Ich hasse es, wenn Waffen auf mich gerichtet werden.“, er warf ihre Pistole auf den Kamin, „Ich will reden, nicht mehr.“ „Du und reden? Das sind ja ganz neue Töne.“ knurrte sie. „Tu nicht so, als wenn das nie zuvor so war. Was soll das ganze hier? Du hattest einen Job zu erledigen. Das du dich so tief in die Scheiße wagst, gehörte nicht zum Plan.“ knurrte er. „Plan, Plan. Du hast mir nicht alles gesagt, du hast mich belogen. Das Leon infiziert ist und Jack das selbe Schicksal erwartet wie mich ... Red nicht von Dingen, an die du dich selbst nicht hälst.“ sie verschränkte die Arme vor der Brust, sah ihn herausfordernt an. „ Hätte ich dich vor 20 Jahren nicht geholt, wärst du tot und das schon seit langer Zeit. Du hast keine Ahnung, was ich für dich rikiert habe. Ein wenig mehr vertrauen hätte ich schon erwartet nach all der Zeit.“ seine Stimme zitterte. Sam lachte laut auf: „Vertrauen? Du redest von Vertrauen Albert? Ich bitte dich! Alles was dir wichtig ist, bist du und niemand anders. Du kontrollierst Menschen, lässt sie nach deiner Pfeife tanzen ...“ Weiter kam sie nicht. Mit dem Schlag ins Gesicht hatte sie nicht gerechnet. Ihre Wange brannte. „Du verstehst es nicht, oder? Ich will dich nicht verlieren Sam.“ , er schickte sich an zu gehen, „ Warum mach ich das hier eigentlich? Ich muss bescheuert sein.“ „Hey! So hab ich das nicht gemeint. Komm schon, sonst steckst du das auch so leicht weg.“ sie hielt ihn am Arm fest. „Aber dann hab ich die Situation unter Kontrolle. Hier hab ich nichts unter Kontrolle. Du könntest drauf gehen. Es war schon schwer dich damals zurück zu holen, ein zweites Mal wird es nicht funktionieren. Der Virus ist mutiert und ich weiss nicht wie er beim zweiten Mal reagiert.“  er nahm die Sonnenbrille ab, rieb sich die Augen. Es war ihr noch immer unangenehm in seine mutierten Augen zu schauen. „Müde?“ wich sie aus. „Etwas. Du hattest immer schon deinen eigenen Kopf. Ich merk schon, ich red wieder gegen eine Wand. Pass bitte gut auf dich auf.“ er nahm sie kurz in den Arm. „Sowas fällt dir noch immer schwer, oder? Du bist mein Bruder Albert und ich mach mir genauso Gedanken über dich wie du über mich. Ich komm schon klar. Mach dir keine Sorgen.“ lachte sie. Er gab ihr eine kleine schwarze Tasche: „Das wirst du brauchen und Sam? ... Es ist eine Abwandlung des selben Virus, der auch durch deine Adern gegangen ist.“
Es tat ihm seltsam in der Seele weh, das sie sich so dagegen wehrte, seinen Worten Folge zu leisten. Sie war hier ohne seinen Schutz. Es konnte immer wieder passieren und genau das machte ihm Sorgen. Er erinnerte sich genau and en Tag, an dem sie von Leon vermeitlich erschossen worden war. Er hatte dafür gesorgt, das ihr „Leiche“ in einem seiner Labors landete. Der Virus hatte ihre Körperfunktionen so weit runtergefahren, das jeder Idiot von Arzt sie für tot gehalten hatte, aber in wirklichkeit lebte sie. Es hatte ihn Mühe gekostet sie zurückzuholen. Etwas in ihr hatte sich dagegen gewehrt. Ihm war ein Stein vom Herzen gefallen, als sie schwer atment die Augen aufgeschlagen hatte. Er hätte sie weiter als Experiment sehen sollen, schon 20 Jahre zuvor. Aber dafür war es schon lange zu spät, spätestens als „es“ passiert war. Etwas zog sich schmerzhaft in ihm zusammen. Um keinen Preis wollte er daran denken. Sie hatte sich wieder ans Feuer gesetzt: „Was hast du jetzt vor?“ Er gab auf, setzte sich seufzend neben sie und legte den Arm um sie. Sofort lehnte sie den Kopf an seine Schulter. „Meinen Plan weiter verfolgen.“ meinte er, sah ins Feuer und versuchte seine Gedanken zu ordnen. Kontrolle war ihm schon seit ewigen Zeiten wichtig, aber diese verlor er gerade zusehens. „Dummerchen. Ich meine jetzt gerade in diesem Moment.“ lachte sie leise. Überrascht, das er keine Antwort wusste schwieg er. „Wuste ichs. Bleib einfach etwas noch hier. Wer weiss wann und ob wir jemals wieder für soetwas die Gelegenheit haben.“ meinte sie. „Für was meinst du?“ verwirrt sah er sie an. „Einfach eine Familie zu sein Bruderherz.“ ernst erwiderte sie seinen Blick. Hart schluckte er. Mit dieser Antwort hatte er nicht gerechnet.
Kapitel 6 - Die Wahrheit
Kapitel 6 -  Die Wahrheit

Völlig verschlafen sah er auf die Uhr: halb vier. Er setzte sich auf die Bettkante, rieb sich den Schlaf aus den Augen und sah zu Leon herüber, der tief und fest schlief. Er hatte es nötig. Das er so ruhig geblieben war, seit er wusste das er diesen Plaga in sich hatte, es war ihm ein Rätzel. Er zog sich sein T-Shirt wieder an und verließ den Raum.
„Hey.“ meinte er verlegen, als er sah wie Sam ruhig auf dem Teppich vor dem Kamin saß und ein Buch las. „Hey selbst. Was hat dich geweckt? Ich war doch schon so leise es ging.“ lächelte sie. Er lehnte sich an den Türrahmen. Diese Szene hatte etwas so unwirkliches, so etwas ruhiges mitten in diesem Alptraum. Er schaute sie einfach nur an, diese Frau, die ihm soviel bedeutete, die sein ein und alles war. Für sie hatte er all das getan, in der Hoffnung, das er sein Leben opferte, um bei ihr zu sein. Hätte er gewusst, das sie noch lebte ...  Er wollte nicht daran denken. Es hätte soviel anders sein können. Sein Blick wanderte über ihren Körper. Jede Rundung, jedes Detail prägte er sich ein. Falls es sich wiederholen sollte, ... Nein. Nie wieder sollte sowas passieren, nie wieder wollte er sie verlieren, auf diese schreckliche Art und Weise leiden. „Was ist los? Du bist so Gedanken verloren. Na komm her, setz dich zu mir.“ sie legte das Buch zur Seite.
Er war so unruhig. „Was ist los Jack? Alles okay?“ fragte sie ruhig, zog ihn sanft zu sich herunter. „Schon, nur seltsam, dich lebend bei mir zu wissen.“ er sah ihr direkt ins Gesicht. Erst zögerte sie, doch dann strich sie ihm liebevoll über die Wange: „Ich bin da und werd auch nicht wieder gehen. Ich versprech es dir.“  Er antwortete nicht, fuhr ihr langsam mit der Hand durchs Haar und zog sie an sich. Zärtlich presste er sie an sich, streichelte ihren Rücken. Sie genoß seine Nähe, seine Wärme, erwiderte seine Geste. Plötzlich spürte sie seine Hand unter ihrem Kinn, wie er ihren Kopf anhob und sie lächelnd ansah. Verlegen wich sie seinem Blick aus. Dann spürte sie seine Lippen auf ihren und sie schloss die Augen. Für einen Moment vergaß sie alles um sich herum und alles, was gerade geschah zersprang wie ein zersplitternder Spiegel in tausend  Scherben. Sie erwiderte seinen Kuss leidenschaftlich, vielleicht ein wenig zu wild, denn sie verloren das Gleichgewicht. Schwer lang Jack über ihr, sah sie nur stumm an. „Na los, trau dich schon.“ flüsterte sie, schloss die Augen und ergab sich ihm völlig, als sie seinen warmen Atem an ihrem Hals spürte und seine Hände, die ihr T-Shirt hochschoben.
Er lag dicht an sie geschmiegt, hielt sie im Arm. Jetzt kam es ihr seltsam vor, das sie hier mit ihm geschlafen hatte. Sie spürte noch immer den Schweiß auf ihrem Körper und fühlte sich seltsam gut. Nun kannte sie Jack von einer ganz neuen Seite, die mehr als leidenschaftlich war. Er hatte bestimmt, hatte sie geführt und doch auf eine Art und Weise, die ihr ihre Freiheit ließ. Unwillkürlich musste sie lächeln. Absurd, das soetwas in einer Situation wie dieser überhaupt möglich war. Sie sah in an, sein Gesicht das ihr so vertraut war wie kein anderes. Vorsichtig küsste sie seine Wange, löste sich langsam aus seiner Umarmung und zog sich wieder an. Sie sah zu dem Fenster, an dem vor wenigen Stunden noch ihr Bruder stand. Er war so seltsam gewesen, so seltsam offen. Es machte ihr Gedanken. Sonst war er nie so, nicht so besorgt. „Fünf Dollar, wenn ich deine Gedanken lesen könnte.“ Jack trat hinter sie, legte die Arme um sie. „Du würdest 100 Dollar Schmerzensgeld verlangen, wenn dus konntest.“ lachte sie frech. „Das nächste Mal seit etwas leiser. Ich habe keine Lust eure Stöhnerei ein zweites Mal mit anzuhören. Wenn ich sowas hören will, leih ich mir nen Porno.“ Leon platzte plötzlich dazwischen, gähnte. „'Tschuldige.“ meinte Sam mit hochrotem Kopf. Leon schaute die beiden überrascht an: „Du willst mich jetzt verarschen. Das war eigentlich nur n Scherz.“  Eine peinliche Stille machte sich breit für wenige Sekunden, dann prusteten alle vor Lachen los. Ein befreites Lachen nach dieser seltsamen Nacht. Erst diese seltsamen Worte ihres Bruders und dann diese leidenschaftliche Nacht mit Jack. Die Dinge überschlugen sich. „Hey Sam! Alles okay?“ Leon riss sie aus ihren Gedanken. „Alles okay, mach dir keine Soregn um mich. Ich mach mir eher n Kopf um dich.“ wechselte sie schnell das Thema.  „Wir haben noch 72 Stunden um das Mädchen zurück zu kriegen und das Ding in dir zu töten.“ meinte Jack ruhig. „Ach doch soviel Zeit. Wollen wir nicht noch ne Kreuzfahrt buchen?“ knurrte Leon.  Die beiden Männer prusteten los vor lachen. Sie ging aus dem Raum, in die Küche und setzte sich an den Tisch, der dort stand. Nur einen kleinen Moment wollte sie ihre Gedanken sammeln.
“Hey! Alles okay bei dir?” eine hand legte sich auf ihre Schulter. Es war Leon der zu ihr gekommen war. “Ja. Sorry, ich wollte nur einen Moment allein sein. Geht schon wieder.” lächelte sie. Sie war froh, das er sie aus den Gedanken gerissen hatte. Sie hing schon wieder viel zu sehr der Vergangenheit nach. “Wo hast du Jack gelassen?” konnte sie grad noch fragen, als dieser Rückwärtsgehen und schießen ins Zimmer kam. “Wir haben ein Problem. Ein benzinbetriebenes Problem.” meinte er. “Ein bitte was? Drück dich ein wenig verständlicher aus.” meinte Leon, zog eine Shotgun aus dem Rückenholster. Das Sam sie die ganze Zeit übersehen hatte, war ihr absolut unverständlich. “Groß, hässlich mit nem Sack überm Kopf und ner Kettensäge in der Hand.” brüllte er gegen den ansteigenden Lärm einer Kettensäge an. “Leatherface? Du hast zuviel Kettensägenmassaker geschaut Krauser.” grinste Leon. “Scherzbold. Runter!” er gab Leon einem Stoß das dieser zurücktaumelte und damit der reichweite der Kettensäge im Türrahmen entkam. Jack hatte nicht soviel Glück. Das Ding zog eine hässliche lange Furche durch seinen Oberarm. “Scheiße.” fluchte er, presste die Hand auf die stark blutende Wunde. “Bist du okay?” brüllte Sam um die Ecke. “Geht schon. Schieß einfach.” kam zurück. Es gab keinen anderen Weg, das war ihr bewusst. Die Feuerkraft ihrer Waffen war nicht annähernd stark genug, um den Gegner auch nur leicht zu schaden. Sie schloss die Augen, konzentrierte sich. Sie aktivierte ihre andere Seite, ließ das Virus ihren Körper verändern. Ihre Augen wandelten sich in ein neongrün, Tentakeln schossen aus ihrem Rücken, zerfetzten ihr T-Shirt und knochige Klingen schossen aus ihren Unterarmen. So trat sie auf den Las Plagas mit der Kettensäge zu: “So, willst du spielen mein Kleiner?”
Jack blieb fast das Herz stehen, als er sah, was aus ihr geworden war in den wenigen Sekunden. Unerschrocken trat sie auf den Las Plagas zu. Die Tentakeln, die aus ihrem Rücken wuchsen peitschten ungeduldig durch die Luft. Der Plaga holte aus mit der Kettensäge und wolle sie damit töten, ihr den Kopf im wahrsten Sinne des Wortes Abschneiden. Eine der Tentakeln riss ihm das Ding aus der Hand und schleuderte es in die hinterste Ecke des Raumes. “So haben wir nicht gewettet.” knurrte sie. Sie holte mit den Klingen an ihrem Unterarm aus und durchtrennte sauber den Hals des Gegners. Der Kopf rutschte von den Schultern und rollte zu Boden. “Ich mache die Sauerei aber nicht weg.” lachte Sam. Plötzlich lief ihre Mutation rückwärts und innerhalb weniger Sekunden war sie wieder die Alte. “Wie machst du DAS?” ungläubig sah Leon sie an. “Alles eine Frage, wie gut man den Virus in sich kontrolliert. Stehst doch auch kurz davor Jack. N bisschen Übung und das klappt.” lachte sie, zog ein neues T-Shirt aus der Hosentasche und zog es an. “Ich meine, diese Dinger brechen aus deinem Körper, du veränderst dich, hast du keine Schmerzen oder so?” verständnisslos sah Leon zu ihr. “Ja, und ob das weh tut, aber wenn man keine Wahl hat, dann macht man es einfach.”, sie nahm Verbandsmaterial von ihrem Gürtel, “Halt still, das wird nicht weniger schmerzhaft.” Sie drückte ein Tuch auf Jacks tiefe Wunde. Unwillkürlich zuckte er zusammen, als er merkte, wie der Alkohol darauf in der offenen Verletzung brannte. “Der hat dir ganz schön eine verpasst. Aber das wird schon wieder.” sie drückte die Wunde so gut ab wie sie konnte und verband sie dann. “Versprich mir etwas.” meinte er plötzlich. Verwirrt sah sie ihm in die Augen. Was wollte er? So ernst hatte er sie noch nie angeschaut. “Was denn?” hielt sie inne. “Wenn das hier vorbei ist und wir noch leben, dann lass uns irgendwo hingehen, wo soetwas nicht passieren kann. Irgendwohin wo er uns nicht finden kann.” bat er sie. Eigentlich wollte sie es erst viel später ihnen sagen, aber sie merkte schon, sie entkam dieser Sache nicht so einfach. “Das wird nicht so leicht.” meinte sie zerknirscht. “Ich versteh nicht ganz...” verwirrt nahm er ihre Hand. “Hört zu, versteht das jetzt nicht falsch, und geht nicht auf mich los. Albert Wesker ist mein Bruder. So ungern ich das...” weiter kam sie nicht. “Dieser Schweinehund ist WAS? Warum hast du... Hat er dich ... Oh nein.. Ich Idiot. Verdammt.”  Jack riss sich los.
Es war zuviel in diesem Moment für ihn. Er brauchte Luft, dringend. Das Gefühl zu ersticken war unerträglich.  Und da spürte er es wieder. Diesen Schmerz in seiner Schulter. Erneut verlor er die Kontrolle. “Hey, hey, hey. Ruhig Krauser. Nicht die Nerven verlieren.” hörte er Leons Stimme wie durch einen Schleier. “Erzähl mir nicht was ich soll und was nicht.” wurde er lauter. “Jack, bitte. Hör auf. Was soll das? Verdammt du Arsch, es zählt nicht wer mit mir verwand ist. Ich liebe dich, egal was ist. Hass mich für was immer ich es verdiene, aber nicht dafür.” langsam kam sie auf ihn zu. Im ersten Moment wollte sie sich wehren, aber etwas in ihm ließ es nicht zu. Sie nahm ihn in ihre Arme, hielt ihn. Sie war nun einmal der letzte Halt in dieser Welt für ihn. Und.. er liebte sie.
Kapitel 7 - Blut
kapitel 7 -  Blut

Sie hatten eine Abkürzung genommen. Es zahlte sich doch aus, das sich Jack hier mehr als gut auskannte. Die Funkstation war alles andere als in gutem Zustand. Der Kabelsalat der aus der Hauptkonsole hing machte klar: Entwede jemand versuchte es notdürftig zu reparieren oder es war ein gescheitertes Unternhemen. Seufzend schob sich Sam unter die Konsole: „ Ich versuch es zumindest mal.“ „ Kennst du dich wenigstens aus?“ Leon rutschte neben sie, hielt die Taschenlampe. „Hey, ich war jahrelang beim Militär. Meinst du Kommunikation ist da ne Arbeitsgemeinschaft für Freiwillige?“ grinste sie und machte sich an die Arbeit.
Jack ließ sich auf einen der Stühle fallen, schloss für einen moment die Augen. Seit er das letzte Mal beinahe vollständig die Kontrolle verloren hatte ging es ihm immer schlechter. Er spürte regelrecht wie der Virus seinen Körper übernahm. Ihm war schlecht und sein Kopf dröhnte. Für einen Moment wie es ihm schien schlief er ein. Als er die Augen wieder aufmachte, standen beide vor ihm und sahen beide ihn besorgt an. „Kann man nicht mal 2 Minuten die Augen zumachen?“ knurrte er, rieb sich den Schlaf aus den Augen. „2 Minuten? Du hast 2 Stunden geschlafen und dabei wirres Zeug gemurmelt.“ meinte Leon. „Kann nicht sein. Ich bin doch eben noch ... Ihr macht Witze, oder?“ er stand auf. Seine Beine versagten und fand sich unsaft auf dem Boden wieder. „Das hab ich geahnt. Sein Virus wendet sich gegen ihn. Albert, du hast mal ausnahmsweise Mist gebaut.“ Sam zog die schwarze Tasche aus der Hosentasche, „Leon halt ihn mal fest.“  „Was hast du vor?“ Leon kniete sich vor Jack, hielt ihn den Schultern fest. Unwillkürlich zuckte er zusammen als er sah was Sam da auspackte. „ Das ist halbe OP Ausrüstung, was willst du?“ N Skalpell, verschieden Tücher, eigenartige Instrumente die ihm den Schweiß auf die Stirn trieben. „Hör zu Leon, Allein schaff ich das nicht. Ich muss an seine Wirbelsäule. Sorry Jack, das wird unangenehm.“ sie zog Handschuhe über. „Bist du des Wahnsinn? Hast du mal geschaut wo wir sind?“ Leon packte die Panik. Sie wird ihn umbringen! Hämmerte es in seinem Kopf. „Bei dem Absturz hat Jack seinen Arm verloren. Albert hat mit nem Virus dafür gesorgt das DAS passierte, und dieser Arm ist ebenso mutierbar wie mein Körper. Ich war tot Leon, und das mehr als einmal. 15 Mal wenn dus wissen willst. Dieses verdammte Dreckzeugs in mir hat mich zurückgeholt, jedes einzelne Mal und schau mich an. Meinst ich bin glücklich wenn mir mein Bruder bei vollem klaren denken einen Stromschlag verpassen muss, damit mein Herz wieder schlägt? Wenn ich das nicht tue, wird Jack eins von diesen Dingern die da draußen runtaumeln.“ sie zog eine Spritze auf und verabreichte sie Jack in den Rücken. „Sie weiss was sie tut, vertrau ihr einfach, okay? Ver..“ er stöhnte vor Schmerz auf.  „Das dauert nicht lange.“ murmelte Sam nur.
Ihm war einfach nur schlecht und er bereute erneut das er mit dem Rauchen aufgehört hatte. Sie hatte die Wirbelsäule von jack einfach offengelegt, die nackten weißen Knochen, dann dieses widerliche knirschen, als sie die Nadeln zwischen die Wirbel geschoben hatte. Es machte ihm nichts aus, Zombies die Köpfe wegzuschießen, aber bei sowas zuzuschauen war fast so schlimm wie ein Besuch beim Zahnarzt. Jack kam zu ihm. Innerhalb weniger Minten war es ihm wieder besser gegangen. „Was ist los?“ fragte r nur. „Was los ist? Das fragst du noch? Ich hab mir grad dein Rückrat angeschaut. Himmel ist mir schlecht.“ schwer schluckteLeon. „Sie hatte keine Wahl. Ich dachte es wäre vorbei.“ meinte Jack ruhig. „ Wie kannst du dabei so ruhig bleiben?“  Leon sah ihn fragend an. Jack antwortete nicht. Seine Gedanken wanderten zurück, an den Tag an dem alles begann.
 

Zwischenspiel die Zweite


Zwischenspiel die Zweite – 2 Jahre in der Vergangenheit, Absturzstelle, Ort unbekannt


Jeder einzelne Knochen in seinem Körper war ein einziger Schmerz, jede Bewegung eine Qual. Seine Ohren dröhnten, von seinem Kopf ganz zu schweigen. Jeder Atemzug war wie hundert Nadelstiche in seinen Lungen. Er hustete, schmeckte Blut. Quälend langsam öffnete er die Augen. Unbarmherzig brannte die Sonne in seinen Augen. Weit und breit war nichts zu sehen, nur Steine und Felsen. Er versuchte sich aufzusetzen und da bemerkte er es. Sein Arm, sein rechter Am war nicht mehr als ein Trümmerfeld, eine unförmige Masse aus zerquetschten Knochen und zerschmettertem Fleisch. Von der Pein gequält ließ er sich wieder auf den Boden des Helis fallen. Der Rest der Mannschaft war tot, da war er sich sicher. Rechts von ihm lag Marc, ein junger Bursche, sein Schädel eine einzige Blutlache, links daneben Angela, den Kopf unnatürlich verdreht, wie der Rest ihres Körpers in einer fast unmöglichen Kurve. Er sah zum Piloten, der mit dem Kopf durch die Scheibe geflogen war, die Kehle tief in die Scherben gebohrt. Hatte er als einzige überlebt? Wenn man das überleben nennen konnte. Er roch den scharfen Geruch von brennendem Benzin. Wenn er nicht schleunigst aus diesem Wrack kam, würde das Ding hochgehen, mit ihm. Den Schmerz ignorierend, halb kriechend und halb auf andere Weise, die er selbst nicht nachvollziehen konnte, kam er aus dem Wrack. Heißer Wüstensand heiß ihn willkommen, verbrannte seine ohnehin schon stark verletzte Haut. Kurz sah er auf, nichts als Sand, meilenweit. Unbarmherzig stand die Sonne am Himmel und nirgends war Schatten. Er fluchte, verzweifelt und am Ende seiner Kräfte. Blut lief in den Sand, hinterließ seine Spuren. Sekunden, Minuten vergingen, die ihm wie Stunden vor kamen, die er sich durch den Sand zog. Ohne zu wissen, wieviel Zeit vergangen war, gab er irgendwann auf. Der Schmerz war übermächtig und der Blutverlust forderte seinen Tribut. Ihm wurde schlecht, schwindelig und er verlor das Bewusstsein.

Als er wieder zu sich kam, wusste er nicht wo er war oder wie er dorthin gekommen war. Es machte den Anschein eines Krankenhauszimmers, aber es gab keine Fenster. Das sterile Licht der Halogenstrahler an der Decke brannte in seinen Augen. Jemand hatte seine Verletzungen versorgt und er spürte kaum noch Schmerz, aber etwas war seltsam. Sein Arm, sein völlig zerstörter Arm, er war wieder völlig intakt. Ungläubig bewegte er seine Finger, ballte die Hand zur Faust. Keine Narbe, kein Kratzer, nichts. Es war, als wäre nie etwas passiert. Was war passiert? Das konnte doch nicht wahr sein. Und dann kam ER in das Zimmer. Das sich nun sein Leben schlagartig änderte, war ihm in dem Moment bewusst, als sich die Tür schloss.


Kapitel 8 – Letzte Worte


Kapitel 8 – Letzte Worte


Es schlug ihm gewaltig au die Laune, das sie immer wieder ihre Spielchen spielte und anstatt nur einmal zu tun, was er ihr sagte, immer nur ihren Weg einschlug. Der Plan war perfekt gewesen, bis auf die Minute in der sie seine Unterlagen in die Finger bekommen hatte. Er hatte sie nicht an die Front schicken wollen, er hatte sie hier haben wollen, dort wo er sie in Sicherheit wusste. Allein für diesen Gedanken hätte er sich Ohrfeigen können. Seine Pläne ließen diese Art von Gefühlen nicht zu. Es hätte ihm egal sein müssen. Aber es war nicht so, den ganzen Abend machte er sich nun schon Sorgen. Zum zweiten Mal auf dieser Mission musste er selbst auf die Insel, obwohl es ihm widerstrebte. Der Plagazombie hing nun schon eine ganze Weile auf seiner Fährte und verschlechterte seine Laune nur noch. Völlig genervt drehte er sich um, zog seine Waffe, zielte kurz und schoss. Ein sauberer Kopfschuss, perfekt in die Stirn und doch besserte es seine Laune kein Stück. Wesker seufzte einfach nur, schüttelte innerlich den Kopf über sein eigens Handeln und ging weiter. Ein Glück hatte sie das Funkgerät nicht abgestellt und so war es ein leichtes ihre Position zu orten. Ob es Absicht oder reine Leichtfertigkeit von ihr war, wusste er nicht. Er ging eher von Ersterem aus. Es dauerte nicht lange und er sah sie, gelangweilt auf der Brüstung des Funkturms sitzend, die Beine in der Luft baumelnd. Als sie ihn sah, sprang sie zu ihm herunter, 50 Meter, ohne auch nur mit der Wimper beim Aufprall zu zucken. Er war soviel gewohnt, aber wenn sie das tat, tat es ihm seltsam in der Seele weh. „Du bist spät.“ meinte sie nur, kalter Hass in den Augen. „Wenn die Star Treck Macher uns das Beamen überlassen, meld ich mich bei dir, okay?“ er spürte, das etwas überhaupt nicht stimmte. Sie war angespannt, drängte ihn in die Defensive. „Lass die Scherze. Was hast du ihm angetan? Du versaust niemals etwas und wenn dann nur mit Absicht, um deine verdammten Spielchen zu spielen.“ ein einfacher Stoß vor die Brust, doch durch ihre Veränderungen wurde er doch mehr als stark. Der Schwung riss ihn ein Stück zurück. Sie ließ ihm keine Luft, holte erneut aus und er sah die blitzende Klinge. Im letzten Moment wich er aus, packte ihren Arm mit dem Messer, wollte sie zu Boden drängen, doch sie drehte sich geschickt aus seinem Griff. Auf einer Hand stellte sie sich zum Handstand, riss ihren Arm los und kam in der Hocke wieder vor ihm zum stehen. Bedrohlich hörte er ihre Schulter knacken, als sie das Gelenk wieder an die richtige Stelle brachte. Das er ihr die Schulter ausgekugelt hatte, hatte er nicht bemerkt. Noch bevor er den nächsten Gedanken fassen konnte, sprang sie plötzlich auf ihre Hände und trat ihm wie ein störrischer Muli vor die Brust, brachte ihn aus dem Gleichgewicht und rollte sich nach vorn ab. Kurz blieb ihm die Lust weg. „Ist das alles?“ knurrte sie, stand ruhig wieder auf. „Was willst du? Ne kleine Prügelei zwischen Geschwistern oder was?“ sie hatte ihn völlig überrascht und er versuchte wieder die Kontrolle über diese Situation zu bekommen. Sie startete unerwartet ihren nächsten Angriff, doch diesmal war er bereit, verlagerte sein Gewicht und wich der Klinge nach unten aus und ließ seine Faust in ihre Magengegend fahren. Schwer atment ging sie zu Boden. Reichlich genervt wischte er sich die Hände an der Hose ab und ging ein Stück vor: „Haben wirs jetzt?“ „Was hast du ihm angetan?“ zischte sie. „Ich rein gar nichts. Wenn noch ein zweiter daran rumpfuscht, dann kann ich auch nichts tun. Er hat sich von Saddler irgendwie verändern lassen, ich weiss nur nicht wie. Ich habe daran Schuld. Begreif das. Ich habe seinen Arsch gerettet, nicht mehr und nicht weniger und weil du mich darum gebeten hast. Erinnerst du dich?“ meinte er sarkastisch. Er hielt ihr die Hand hin, wollte ihr aufhelfen, doch sie kämpfte sich allein auf die Beine. „Stures kleines Biest.“ dachte er nur. „Es ist deine Schuld, es ist deine Schuld das ich jetzt hier stehe und nichtmal mehr ein normaler Mensch bin, und dann nimmst du mir noch das letzte was mir wichtig ist. Ich habe dich gebeten ihm zu helfen, und nicht darum, das du ihn zu so einem .... Ding machst.“ wütete sie weiter. „Hätte ich dich nicht zu dem gemacht was du jetzt bist, wärst du tot. Du wärst als Kind gestorben.“ er setzte sich aufs Geländer. „Warum? Du hättest ich krepieren lassen sollen Albert.“ meinte sie leise, schien sich beruhigt zu haben. „Weil du meine Schwester bist, das letzte was ich als Familie bezeichnen kann und vielleicht das letzte was mich hier hält. Hey, ich bin dein große Bruder, ich muss die kleine Schwester doch beschützen.“ er versuchte nicht allzu albern zu klingen. Er hatte es versucht, das sie nicht in all das hineingezogen wurde, doch er hatte kläglich versagt, eine Tatsache die ihm erst jetzt bewusst wurde. „Mach dich nicht lächerlich. Ich weiss wie du tickst.“ meinte sie nur. Es war wie jedesmal, erst legte sie sich mit ihm an und dann war sie wieder die Ruhe in Person. Diese kurzen Momente, da in der Hütte, da war sie eine andere Person gewesen. Aber nun, ... was nur wenige Stunden aus jemandem machten. „Wo sind die anderen Beiden?“ fragte er, versuchte das Thema zu wechseln. „Weiter gegangen, ich kenn mich hier ja aus. Hab gesagt, hab noch was zu erledigen.“ sie setzte sich neben ihn, sah ihn an. „Wie oft wollen wir das Spiel: 'Erst hauen wir uns aufs Maul und machen uns zur Sau und reden dann wieder zivilisierte Menschen miteinander' eigentlich noch spielen? Ich bin es leid Sam.“ ihrem Blick stand zu halten war alles andere als leicht. „Meinst du ich nicht? Wir sind so, wir beide. Wenn wir normal wären, würden wir nicht hier stehen. Okay, Friede bis dieser Mist hier überstanden ist aber danach, höre ich nie wieder was von dir, verstanden? Ich verschwinde, und ich werde Jack mit nehmen. Dann mach du weiter mit deinem Wahnsinn an Menschen herum zu spielen und ich habe meine Ruhe.“ sie konnte es nicht ernst rüber bringen, das merkte er, als sie sich das Lachen verkniff. „Einen Anruf im Jahr verlange ich aber.“ meinte er trocken. Sie prustete los vor lachen um auch gleich wieder ernst zu werden: „Ich werde dich vermissen wenn das hier vorbei ist, aber ... nein. Lass uns alle unsere Wege gehen. Sollte sie sich erneut kreuzen, weiß ich nicht was passieren wird. Ich will endlich meinen Frieden mit mir selbst. Aber warum solltest gerade du das verstehen.“ sie stand auf. „Sam...“ begann er, doch sie fiel ihm ins Wort. „Wenn sich unsere Wege nochmal kreuzen, werde ich dein Leben beenden Albert. Merk dir diese Worte, ich werde dich töten. Nochmal wirst du mich nicht durch die Hölle schicken.“ er glaubte eine Träne auf ihrer Wange zu sehen, als sie ihm den Rücken zu wandte und ging. Eigentlich wollte er gleich wieder verschwinden, aber ihre letzten Worte schwirrten ihm noch immer durch den Kopf. „Ich werde dich töten“ er blieb sitzen, dachte nach. 20 Jahre. Einfach vorbei und vernichtet in so kurzer Zeit. Er wollte sie nicht verlieren aber auf der anderen Seite ... „ich bring dich heil hier durch und das was noch kommen mag, soll kommen. Ich habe alle Zeit der Welt.“ flüsterte er, stand auf und ging ebenfalls.

Du siehst aus, als hättest du geheult.“ empfing sie Leon. „ Na wenn du sonst keine Sorgen hast.“ sie gab ihm frech einen Klaps auf den Hinterkopf. "Wo hast du Jack gelassen?" sie sah sich um. Nirgends war er zu sehen. "Er ist allein weiter. Meinte, er wollte irgendwas nachschauen. Kein Plan was .... RUNTER!" im letzten Moment riss er sie zu Boden. Kugeln schlugen um sie herum in Boden, kleine Geschossen, aber in Massen in einem Körper bedeutete es Hackfleisch. Schnell sah sich Sam um. Wer zur Hölle schoss hier? Eine kurze Pause und erneut flogen ihnen Kugeln um die Ohren. "Eine Halbautomatik mit einem verdammt großen Magazin." schoss ihr durch den Kopf. Schnell schüttelte sie den Gedanken ab. "Du gehst nach rechts, ich nach links. Lass uns den Hund in die Zange nehmen!" flüsterte sie Leon zu. Doch der sah völlig schockiert über ihre Deckung. "Wie die Ratten in der Falle." die Stimme ließ sie eine Gänsehaut bekommen. Ihre Gedanken wanderten einen Moment zurück, dachten daran wovor Albert sie gewarnt hatte, schon vor Wochen. Aber warum? Sie hatte genau das gemacht, was er ihr gesagt hatte. Irgendwas war verdammt schief gelaufen,... oder hatte ihr Bruder ihr nur wieder mal Fehlinformationen gegeben? Oder lag er zum ersten Mal tatsächlich falsch? "Ich bring ihn um!" fluchte sie leise, gab Leon einen leichten Tritt: "Renn verdammt nochmal wenn du nicht als Nudelsieb enden willst!" Geübt sprang sie auf die Beine, nahm Anlauf und sprang auf eine kleine Anhöhe über ihr, sah sich kurz um. Die Ruinen gaben ihr nicht viel Fläche für einen freien Kampf. Und weit hinten blinkten bedrohlich rote Lämpchen an ihr zu vertrauten C4 Paketen. "Das ist Wahnsinn. Wer immer ihn da kontrolliert, der spielt mit ihm. Du hast keine Zeit Sam, beeil dich Mädchen!" hörte sie plötzlich über Funk. "Albert? Ich dachte ..." antwortete sie ungläubig. "Keine Zeit zu reden. Tu etwas wenn du das überleben willst!" fluchte er. Er stand unter ihr, selbstsicher und eindeutig nicht er selbst. Sie seufzte, wollte es eigentlich darauf ankommen lassen, aber was blieb ihr für eine Wahl?


Zwischenspiel die Dritte (und Letzte)


Zwischenspiel die Dritte - 2 Jahre zuvor, Ort unbekannt


Er fluchte, fluchte wie schon lange nicht mehr. Es war seine eigene Schuld, niemals hätte er es so nah an sich heran kommen lassen. Viel zu nah. Es war ein Plan, der nun gar nicht so verlief wie er es vorgesehen hatte. So einfach hätte es sein können, sie sollte doch nur ein Mittel zum Zwecks ein sollen, nicht mehr nicht weniger. Ein Opfer, das so einfach zu manipulieren gewesen war und nun ... die Widersprüche in ihm zerrissen ihn innerlich. Die Wut in ihm machte sich Luft, die Tasse Kaffee, die gerade noch neben ihm stand war nur noch Scherben und eine braune Suppe auf dem Boden. Und doch fühlte er sich kein Stück besser. Die Dinge glitten ihm aus der Hand. "Reiss dich zusammen!" scholt er sich selbst. So lange hatte es gedauert. Er erinnerte sich wie er sie zu sich geholt hatte, so nah am Rande des Todes hatte sie dieser genetische Defekt gestoßen. Ihr Gesicht, das Gesicht ihrer beider Mutter. So zerbrechlich. 20 Jahre hatte es gedauert sie zu dem zu machen, was sie nun war. Perfektion konnte man es nennen. Und doch.... sie sollte nichts weiter als ein 'Projekt' für ihn sein, wenn ES nicht wäre. Diese Verbundenheit die er in ihrer Nähe spürte, die Vertrautheit, egal wie er sie behandelte. Soweit auf Abstand hatte er versucht zu gehen, ohne Erfolg. Irgendwie war ihm klar, diese Miesere würde ihn noch den letzten Nerv kosten, gerade das hatte ihn noch gefehlt. Er brauchte Bewegung, musste auf andere Gedanken kommen.

Er setzte sich auf einen der zahlreichen Felsen an der Küste. Das Geräusch der Brandung und der Wind beruhigten ihn etwas. "Albert? Weisst du wie spät es ist? Brauchst du keinen Schlaf?" wie aus dem nichts war sie da, setzte sich ihm gegenüber. "Was ist mit dir Sammie?" gab er zurück. "Schau mal hoch. Es ist Vollmond. Da siehst du mal wie weniger du über mich weisst." lächelte sie. Und wieder war er da, dieser Stich in seinem Herzen. "Was würdest du tun,... Ich meine .... Du wirst wohl kaum ewig hier bleiben." er wusste nicht warum er sie fragte, es überkam ihn einfach. "Meine Träume? Ein normales Leben Albert. Ein Haus, eine Familie, einen Job, Freunde, vielleicht einen Hund. Ich wäre so gern wie alle anderen. Normalität, das wünsche ich mir, mehr nicht." sie schaute aufs Meer, traurig. Und zum ersten Mal wurde ihm klar, das er sie irgendwann entweder gehen lassen musste oder sie sterben würde, vielleicht sogar durch seine Hand. Und letzteres wollte er nicht, auf keinen Fall. "Nach der Sache in Spanien, ich verspreche es dir, gehst du." er hatte gut darüber nachgedacht. Es war Zeit loszulassen. "Albert? Leidest du an Schlafmangel? Hallo? Virus, Morde etc.?" sie schaute ihn fragend an. "Lass das meine Sorge sein und was den Virus angeht, du kannst damit umgehen. Und wenn nicht,... du weisst wie du mich findest." er stand auf und ging hinein. Seine Entscheidung stand.


Kapitel 9 – Last man standing


Kapitel 9 – Last man standing


Die Landung war hart, härter als sie erwartet hatte. Hart schlug sie mit dem Rücken auf den staubigen unebenen Steinboden auf. Stieß ihm auf den Rücken liegend ihre Beine in die Magengrube. Klappend fiel die Waffe zu Boden. "Jack! Komm zu dir! man kontrolliert dich. Dieses Ding in dir wird von seinem Meister kontrolliert. Lass es nicht zu." schrie sie ihn an, doch er reagierte nicht. Seine leeren Augen sagten ihr alles. Er griff sie an, doch mit Leichtigkeit wich sie aus, seine Faust traf ins Leere. Sie dachte sofort an die frische Wunde in seinem Rücken, ließ ihren Ellenbogen darauf knallen. Er ging zu Boden, schien für einen Moment wieder er selbst zu sein. Seine Schmerzen unterbrachen die Verbindung. "Schnapp dir Leon und haut ab, beide. Los." flüsterte er gerade noch, bevor sich erneut dieser Schleier über seine Augen legte und er erneut auf sie los ging. "Verzeih mir Jack. Ich tue das nicht gern." meinte sie ruhig. Erneut wandelte sich ihr Körper, die Klingen schossen aus ihren Armen, die Tentakeln aus ihrem Rücken und ihre Augen wurden neongrün. "Du willst spielen Mädchen? Das kannst du haben. Aber nach meinen Regeln." er zog eine Fernbedienung aus der Hosentasche und aktivierte die Zünder des Sprengstoff. "Wer bist du? Du bist nicht Jack. Wenn du mich hörst Jack, wehr dich, bäum dich gegen diesen ..." der Schlag kam unerwartet, traf sie unters Kinn und warf sie zu Boden. "Zwecklos, aber gleichen wir mal die Waffen an." Jack erhob den Arm und die Mutation begann. Ein makaberes Schauspiel. Seine Knochen wuchsen, streckten sich, wurden zu messerscharfen Klingen. Sam betete das seine Seele nicht zu Schaden kam und das er es schaffte diese Mutation auch wie sie rückwärts laufen zu lassen. Ansonsten blieb ihr keine Wahl, sie müsste ihn töten.

Leon schaute sich das ganze ungläubig aus der Ferne an. Er hatte zwei der drei teile um das Tor zu öffnen gefunden, aber das dritte Teil war in ihrer beider Nähe. Dieses Schauspiel ließ ihm kalte Schauer über den Rücken laufen. Aus den beiden Menschen waren ... ihm fiel kein passendes Wort ein. Tötungsmaschienen, eiskalt von Umbrella oder sonstwem erschaffen. Menschenleben, mit denen gespielt wurde. "Leon! Entschärfe diese verdammten Sprengsätze! Uns läuft die Zeit davon!" hörte er Sam schreien. "Verdammt! Sag das doch mal 2 Minuten früher!" schrie er zurück und rannte los.

"Ich wollte es nicht soweit kommen lassen, aber wenn es sein muss. Komm schon." knurrte sie. Jack sprang, seine Klingen kamen ihr gefährlich nah. Im letzten Moment ließ sie ihren Oberkörper zurückfallen, holte ihrerseits mit ihren Klingen aus und zog sie ihm im hoch kommen über den Rücken. Sie spürte wie er zusammen zuckte, hörte wie er vor Schmerz stöhnte. Es tat ihr in der Seele ihm das hier anzutun, aber es ging nicht anders. Er ließ ihr kaum Luft, trat ihr heftig in den Rücken, war plötzlich vor ihr und packte sie hart am Hals und stieß sie so zu Boden, die Hand fest um ihre Kehle gelegt. Die Luft wurde ihr knapp. Sie wollte ihn mit ihren Tentakeln von sich stoßen, doch er holte mit dem mutierten Arm einfach aus und durchtrennte sie. Der Schmerz war bestialisch, ließ sie laut aufschreien und brachte sie beinahe um ihr Bewusstsein. "War das alles?" hörte sie ihn. Eine seiner Klingen bohrte sich in ihre Schulter. Neuer Schmerz, eine neue Welle von Pein. "Träum weiter." gurgelte sie, zog die Beine an und stemmte sie gegen seine Brust. Beim ersten versuch klappte es nicht ganz wie sie es vor hatte, aber er ließ ihren Hals los für einen Moment, schlug ihr hart ins Gesicht. Eine Sekunde war sie benommen, schmeckte Blut als ihre Lippe aufplatzte, aber es reichte um ihm ihre Armklingen über die Brust zu ziehen. Er stolperte zurück. Plötzlich ein Schuss, ein gut platzierter Schuss in sein Knie. Sie erwartete Leon hinter sich: "Das hat gedauert, hast du die verdammen Dinger entschärft?" "Hat er. Du schaffst das nicht allein." Albert stand hinter ihr, hielt sie. Erst jetzt spürte sie den scharfen Schmerz im Bein, das warme Blut auf ihrer Hose. Ein weiterer Schuss. Albert hielt eine Magnum in Händen. Sie wusste welch ein guter Schütze er war. "Bring ihn nicht um." schrie sie ihn an und gleichzeitig keimte eine Idee in ihr auf. Sie ließ ihre Mutation rückwärts laufen, war wieder sie selbst. Albert erkannte was sie vor hatte: "Das ist Irrsinn. Er wird dich zerreißen." "Pass auf mich auf, aber bring ihn nicht um. Ich vertrau dir." lächelte sie.

Jack wusste nicht was er tun sollte. Er war ein Gefangener in seinem eigenen Körper, hatte keine Kontrolle über sein tun. Jeden Schmerz spürte er aber, jedes Wort hörte er. Diese Mutation seines Armes hatte ihm fast das Bewusstsein genommen. Er hatte schreien wollen, ohne Erfolg. Und nun, er spürte wie die Kraft aus ihm wich und wer immer die Kontrolle über ihn übernommen hatte, nahm darauf keine Rücksicht. Er wollt ihn tot sehen. Und nun war auch noch Wesker aufgetaucht. Zwei Magnumkugeln hatte er eingesteckt, eine im Bein und eine in der Schulter. "Jack? Komm schon, ich weiss das du da bist. Gib nicht auf. Kämpf endlich." sie kam zu ihm, unbewaffnet und ohne ihre Mutation. Die Arme weit von sich gestreckt. Er spürte wieder diese unkontrollierte Wut und diesen Hass. Ohne es zu wollen holte er mit seinen Klingen aus und ... hielt kurz vor ihrer Brust inne. Sie rührte sich nicht, blieb so stehen. "Komm schon Jack. Lass es nicht zu. Ich will dich nicht verlieren, nicht noch einmal." lächelte sie traurig.

Die Worte zeigten Wirkung, Jack fiel auf die Knie, schrie plötzlich auf, spuckte Blut zu Boden. Sam deutete Albert an hinter ihnen zu bleiben. Sie kniete sich zu Jack, nahm ihn in ihre Arme. Er atmete schwer, war aber wieder er selbst. "Verzeih mir. Ich habe das alles nicht kontrollieren können." flüsterte er. "Schon gut, alles in Ordnung." sie war so erleichtert. "Hier, das werdet ihr brauchen. Ich gehe, den Rest schafft ihr allein. Ich halte mein Wort. Geh Sam und Jack .... pass gut auf meine Schwester auf." er drückte ihr eine Ampulle in die Hand, sah sie ein letztes Mal an und ging. Sam glaubte eine Träne auf seinem Gesicht gesehen zu haben. "Sam? Was nun?" Jack sah sie ernst an. "Lass es uns zu Ende bringen und dann verschwinden wir." sanft strich sie ihm durchs Gesicht.

Leon sah sich um. Keine Möglichkeit zum Ausweichen, keine Munition mehr, nichts. Saddler hatte ihn genau da wo er ihn haben wollte. Er sah schon sein letztes Stündlein schlagen. "Na das nenn ich mal ne Scheißsituation. Darf man dir zur Hand gehen?" hörte er hinter sich. Erleichtert drehte er sich um. Sam und Jack, beide angeschlagen, aber lebend. Jack hielt einen Raketenwerfer in den Händen, zielte auf Saddler: "Hey Dreckskerl! Dieser Körper gehört mir." Mit diesen Worten drückte er ab. Die Explosionswelle riss alle zu Boden. Von Saddler waren nicht mehr als einige Fetzen über. "Man, das nennt man nen ordentlichen Bumms. Was hat dein Bruder in dieses Ding gemischt das ich son Unsinn laber?" lachte Jack. Er bekam keine Antwort. Alle waren nur erleichtert, das es vorbei war.



---Outro---


---Outro---


Ein Vorort von Los Angeles, 6 Monate später


Die Sonne brannte heiß obwohl es erst 8 Uhr morgends war. Jack schlief noch, worüber sie mehr als dankbar war. Er hatte die letzten Nächte mehr als schlecht geschlafen, sich unruhig von einer Seite auf die andere geschmissen. Sie duschte, ging in die Küche und stellte die Kaffeemaschine an. Das Haus war günstig gewesen, abgelegen und doch wunderschön. Sie hatte lange wachgelegen und nachgedacht. Wie lange hatte sie von diesem Leben geträumt? Lange Zeit und doch ... er fehlte ihr und fragte sich, was er nun tat. Immerhin hatten sie 20 Jahre lang ihr Leben geteilt. Der leichte Wind ließ die Vorhänge schwingen und sie lächelte als sie die Brandung des Meeres hörte. All ihre Träume wurden wahr, nur ... eine Familie würde niemals ein Teil ihres Lebens werden. Das sie und Jack einmal ein Kind ... nein. Es war zu gefährlich, für sie und das Kind. Der Virus in ihr ... was würde er aus dem kleinen Wesen machen? Von Jacks ganz zu schweigen. Aber alles andere war wahr geworden. Sie hatte einen netten kleinen Job in einer Kneipe gefunden, Jack arbeitete bei einer Baufirma, das Haus war bezahlt, sie hatte ein paar nette Freunde gefunden und statt eines Hundes hatte Jack ihr vor einigen Wochen eine Katze geschenkt. "Wo immer du auch nun steckst Albert, ich danke dir für alles. Egal was zwischen uns war, ich liebe dich Bruderherz." flüsterte sie in den Wind und wandte sich wieder dem Kaffee zu. Ihre Schicht begann in 2 Stunden.


Ende .......... ???




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