Schlichte Blume

An deiner Seite....



Kapitel 1 – Alles hat einen Anfang

Eine Ewigkeit hatte es nur geregnet, Tag und Nacht. Die Massen an Wasser die von Himmel gestürzt waren hatte kleine Bäche in reißende Ströme verwandelt. Wege standen unter Wasser oder war so matschig, das sie nicht zu gebrauchen waren und jeder Wagen sich sofort fest fuhr. Doch nun blinzelte die Sonne verschlafen hinter den dichten grauen Wolken her, tauchte die Welt wieder in einen goldenen wohligen Schein. Die Menschen wagten sich wieder auf die Straßen und der Handel erwachte wieder zum Leben.

Sie hatte sich schon eine Ewigkeit im Dorf nicht mehr sehen lassen und wollte es auch nicht, wenn es sich vermeiden ließ. Es war schon so lange her und doch konnte sie es nicht vergessen. Die Schande, die man ihr angelastet hatte. Eine Lüge, um sie loszuwerden. Sie war eine Heilerin, eine Magisterin schrie man ihr nach, oder auch Hexe. Sie würde die Männer verhexen und die Kinder töten wollen. Alles der pure Neid der Frauen im Dorf. Sie fürchteten sie als Konkurrenz, eine schöne junge Frau und alte Waschweiber. Sie selbst fand sich als normale Frau, schlank mit blauen Augen und langem schwarzen Haar, nichts ungewöhnliches. Aber auf lange Sicht gesehen konnte es ja nicht gut gehen. Seitdem lebte sie im Wald, in einer kleinen Hütte, allein und abgeschieden, aber es genügte ihr.

Wasser war vom Regen in der letzten Nacht durchs Dach gelaufen und hatte ihren Vorrat an getrockneten Kräutern völlig durchnässt. Diese ließen sich kaum wieder trocknen und so waren sie alle zerstört. So war sie mehr als erfreut, als am Morgen die Sonne am Himmel zu sehen war. Es war mehr als früh als sie die Hütte verließ mit dem Kräuterkorb unter dem Arm. Nebel waberte über den Boden. „Es wird wieder warm!“ dachte sie erfreut. Die Aussicht bald wieder Sonnentage genießen zu können, erleichterte sie ungemein. In der Sommerzeit waren die Wraith noch nie erschienen, es schien als wäre ihre Jagd in der Zeit unintressant für sie. Der letzte Angriff war nun auch schon fast einen Monat her. Die Wraith ... ein Volk ohne Gnade und doch hatte der letzte Angriff nicht zu so vielen Verlusten geführt wie das Mal davor. Gedankenverloren ging sie tiefer in den Wald, Sie wusste wo welche Kräuter wuchsen und ließ sich einfach einfach von ihrem Wissen führen. Irgendetwas war seltsam an diesem Morgen, aber sie wusste nicht was es war. Eine seltsame Schwere hing in der Luft. „Du bildest dir schon wieder Unsinn ein.“ schollt sie sich selbst. Es war... wie nach einem Angriff, doch das konnte nicht sein. Da war kein Rauch über dem Dorf, als sie in die Richtung schaute. Auch waren keine Schreie zu hören, sie hatte keinen Lärm der Jäger, die die Wraith nutzten, gehört in der Nacht. Sie fasste nach der Zirkade unter dem Strauch vor ihr und wich erschreckt zurück. Blut, überall unter dem Strauch war Blut. Erst dachte sie an ein Tier, das verwundet herumlief, aber für ein Tier war das Blut zu dunkel, auch für einen Menschen. Und dennoch war es frisch. Es gab nur eine Spezies, dessen Blut so dunkel war. Einmal hatte sie einen bluten gesehen, nur kurz, aber es hatte gereicht. „Das ist Wraithblut.“ schoss ihr durch den Kopf. Sie konnte es nicht fassen. Wie konnte das sein? Es konnte keiner hier sein. Sie kamen nie allein. Immer waren es mehrere. Angst beschlich sie und doch als sie die Blutspur sah, kam doch ihre Neugier auf. Sollte sie es wagen? Was hatte sie schon zu verlieren? Wenn die Wraith da waren, konnte sie genauso gut herausfinden was hier geschehen war.

Sie fand ihn, tief im Wald, aber etwas stimmte nicht. Es war ein Wraith, einer der hohen Wraith, kein Soldat oder Drohne, wie man sie im Dorf nannte, das sah sie an der Kleindung. Er saß an einen umgestürzten Baum gelehnt in einem seltsamen Winkel, die eine Hand auf seinen Bauch gepresst und doch konnte sie sehen, wie Blut zwischen seinen Fingern hervorquoll. Den Kopf in den Nacken gelehnt, die Augen geschlossen, das weiße lange Haar blutverschmiert. Auch sein Gesicht wies mehrere Verletzungen auf. Er atmete hastig, schien kaum noch bei Sinnen zu sein. Die Heilerin in ihr siegte, sie wollte ihn nicht so lange unnötig leiden lassen. Er war ihr Feind, das war ihr klar, aber sie konnte nicht anders. Leise schlich sie an seine Seite, hoffte das er seinen Puls an der selben Stelle hatte wie Menschen, wenn er überhaupt so etwas hatte. Seine Haut war warm, noch nie hatte sie einen von ihnen berührt. Seine Lider flatterten, er sah sie direkt an und sah sofort die Panik darin. Mehr als Panik, nackte Angst. Und noch etwas, menschliche Augen. Er hatte menschliche blaue Augen. Sofort versuchte er sie von sich zu stoßen, ohne Erfolg. Kaum bewegte er sich etwas, stöhnte er vor Schmerz auf. Er hatte keine Kraft. „Ruhig, ganz ruhig. Ich habe nicht vor...“ begann sie. „Na los, tötet mich. Bringen wirs hinter uns. Quält mich nicht noch mehr.“ seine warme weiche Stimme überraschte sie noch mehr. Auch sein Gebiss war menschlich. Das restliche Aussehen, das eines normalen Wraith. „Das habe ich nicht vor. Komm her, halt dich an mir fest.“ sie nahm seinen unverletzten Arm, legte ihn sich um die Schultern, und zog ihn langsam auf die Beine, unglaublich leicht war er. Er stöhnte vor Schmerzen, wehrte aber sich aber nicht weiter, ergab sich scheinbar seinem Schicksal. „Wir müssen hier weg. Wenn dich hier Dörfler finden, werden sie dich so langsam es geht töten. „Habe ich eine Wahl?“ fragte er heiser. „Du kannst auch hier liegen bleiben und verbluten. Was ist dir lieber Wraith?“ sie legte den Arm um seine Hüften.

Sein geschundner Körper bestand mehr aus Narben als aus anderem, er war unterernährt und alles andere als in gutem Zustand. Die Bauchwunde entpuppte sich als mehrere tiefe Stichwunden über seinem ganzem Bauch verteilt. Es hätte nicht viel gefehlt und er wäre verblutet. Aber sie verstand eins nicht, wenn er sich an einem Menschen genährt hätte, hätte sich einfach regenerieren können. Aber er hatte sie nichtmal bedrängt oder es versucht an ihr. Gekonnt versorgte sie seine Wunden. „Ein Wunder das keines der inneren Organe verletzt wurde.“ murmelte sie. Er hatte sie gehört, sah sie direkt an, das erste Mal seit sie in ihrer Hütte angekommen waren. Der Schmerz stand in seinem Blick, als er sich etwas hochzog. „Wer bist du? Warum ... Verdammt.“ er rutschte zurück, der Schmerz forderte seinen Tribut. „Arleen nennt man mich. Ich lass niemanden im Wald verbluten, wenn ich ihm das Leben retten kann, egal ob Mensch, Tier oder auch Wraith. Du bist sicher bei mir. Dir wird nichts geschehen.“ sie lächelte, legte die Hand auf seinen Arm. Sie spürte, unter ihrer Berührung fing er an zu zittern. Schweigend drehte er seinen Kopf zur Seite, wich ihrem Blick aus. Seufzend gab sie auf, das konnte ja noch heiter werden.

Die junge Frau verstand es nicht und das war auch gut so. Er wollte sie nicht zu nah an sich heran lassen. Einmal hatte er den Fehler gemacht und hatte bitter dafür gebüßt. Die Schmerzen waren bestialisch, aber er ertrug sie. Sie lenkten seine Gedanken in eine andere Richtung. Soviel hatte er die letzten Stunden durchgemacht, zu viel als das er das in der kurzen Zeit hätte ertragen können. Er wollte nur noch eins, seine Ruhe, das er allein sein konnte mit sich selbst und seinem Schmerz. Nicht der Schmerz, der ihn hier quälte, den Schmerz den er in sich trug, der Grund warum er hier war. Es hätte nicht passieren dürfen. Am liebsten hätte er sich geohrfeigt für das was er getan hatte. Alles in allem war es selbst für ihn zu viel. Nur eine Frage hämmerte in seinem Hirn: Warum? Er fand sich in einem Strudel aus Widersprüchen wieder, der ihn immer tiefer davon riss. Die Müdigkeit und Erschöpfung übermannte ihn und zog ihn in einen unruhigen Schlaf, der ihn wenigstens für einen Moment Vergessen gab.

Sie war erleichtert, das er einfach so eingeschlafen war. Wieder schaute sie auf seine rechte Hand, die Hand mit der sich die Wraith im Normalfall nährten. Bisher hatte sie sich nicht daran getraut. Nur war ihr aufgefallen, das diese verbunden war, wenn auch nur notdürftig. Sie atmete tief durch, nahm ihren ganzen Mut zusammen und wickelte vorsichtig den Verband ab. Als sie das Ausmaß sah, erschrack sie heftig. Die gesamte Handinnenfläche war verätzt worden. Die Stelle, an der die dafür notwendigen Organe waren, war bis auf die blanken Knochen weg gefressen. Tiefe Narben liefen vom Handgelenk bis zum Arm hoch. Die Wunde war schon älter, aber kaum verheilt. „Was hat man mir dir gemacht? Wer hat dir das angetan?“ sie konnte nicht glauben das jemand zu so etwas fähig sein konnte. Doch er gab ihr keine Antwort, schlief weiter. Sie nahm ihre Kräuter, die solche Verletzungen schneller heilen ließen und verband die Hand erneut. Niemand hatte so etwas, soviel Unmenschlichkeit verdient, selbst wenn es ein Wraith war. Sanft ging sie ihm durchs Haar. Er war so nahe an der Schwelle auf die andere Seite, doch er kämpfte, das sah sie, ob nun mit dem Tod oder sich selbst, das wusste sie nicht. Für ihn empfand sie keinen Hass. In seiner Nähe hatte sie keine Angst. Es war seltsam, sie hätte schwören können, das sie beide sich schon ewig kannten. Sie kannte ihn erst wenige Stunden, hatte kaum ein Wort mit ihm gesprochen, wusste nicht einmal ob er überhaupt einen Namen hatte und doch ... er gab ihr ein Gefühl das sie nicht beschreiben konnte. Leise prasselte wieder Regen auf das Dach, riss sie aus ihren Gedanken. Langsam versank schon wieder die Sonne und tauchte alles in einen immer dunkler werdenden Schleier.


Kapitel 2 - Geheimnisse

Sein Schädel dröhnte, ihm war schlecht und die Erinnerungen vom vergangenen Tag waren kaum mehr als ein grauer Schleier durch den kaum noch sehen konnte. Arleen, an die konnte er sich erinnern, wie sie ihm das Leben gerettet hatte. Der Schmerz war weniger geworden, ließ ihn wieder atmen. Langsam zog er sich zum sitzen hoch, presste die Hand auf die Bauchwunde. Schwindel überkam ihn. Er schloss die Augen, atmete tief durch und langsam beruhigte es sich. Kurz sah er sich um, hatte den Tag zuvor nicht darauf geachtet. Die Hütte war einfach eingerichtet, typisch für einen Menschen ihres Standes. Die einzige Ausnahme war das seltsame Schwert an der Wand. Dieses bläulich schimmernde Metall kam ihm seltsam bekannt vor, aber ihm fiel beim besten Willen nicht ein woher. Darauf bedacht die Wunden nicht erneut aufzureißen, stand er auf. Als er versuchte sich komplett aufzurichten, riss ihn der scharfe Schmerz wieder in eine leicht gebückte Haltung. Fluchend über diese Schwäche gab er nach. Arleen war nirgends zu sehen, aber ihm fiel sofort das Geräusch von draußen auf, das seine trainierten Sinne wahrnahmen: Das kaum wahrnehmbare Geräusch einer Klinge die durch Luft schnitt. Ohne groß darüber nachdenken ging er einfach hinaus und war mehr als beeindruckt.

Arleen trug nicht mehr das weite einfache Bauernkleid vom Tag zuvor. Enge dunkle Lederkleidung betonte jede Nuance ihres Körpers, das lange Haar zum Zopf gebunden, in ihren Händen eine Klinge, ein Schwert, das sie mit tödlicher Präzision führte. Völlig konzentriert ließ sie es durch die Luft schneiden, wechselte die Hände in einer Bewegung, ohne auch nur den Ansatz eines Innehalten. Paraden, Ausfallschritte, so etwas hatte er bei einem Menschen noch nie gesehen. Dann ging es schnell, zu schnell als sich darauf vorzubereiten. Bevor er sich versah machte sie eine halbe Drehung und die scharfe Stahlklinge steckte neben ihm im Holz. „Schlechte Reaktionen. Der letzte Wraith hat mir eine verpasst, das ich drei Meter weit geflogen bin und einen Schlüsselbeinbruch hatte.“ sie stand dicht vor ihm, konnte ihren heißen Atem an seinem Hals spüren. Und doch atmete sie so ruhig, als hätte sie kaum etwas getan. Kein Anzeichen von Erschöpfung hatte sie ihm offenbart. „Du stammst nicht von diesem Planeten.“ meinte er als es ihm klar wurde. „Soviele Fragen und ich weiss nichts über dich. Erklär mir lieber, wer dich so zugerichtet hat. Du bist ein Wraith, euch kriegt man kaum klein.“ sie war anders, schien ein anderes Wesen zu sein als gestern. „Meine eigenen Leute, wie du es so schön ausdrückst. Ich bin nicht wie sie, man hat mich verändert, genetisch. Menschliche und Wraithgene. Es gab drei 'Exemplare', ich bin der letzte davon der noch lebt. Vor ein paar Tagen hab ich nur einen kurzen Moment gezögert einen Menschen zu töten. Naja, da Ergebniss siehst du ja.“ er setzte sich auf einen Stapel Holzscheide. Der Schmerz wurde wieder stärker, forderte seinen Tribut. „Zumindest zögert ihr nicht wenn es darum geht kurzen Prozess zu machen.“ ihr Sarkasmus war kaum zu überhören. „Ich hab mich nicht darum gerissen, das du mir das Leben zurück gibst.“ knurrte er. „Verzeih mir, ich wollte nicht so hart sein. Was willst du jetzt tun? Weisst du ...“ sie zog die Klinge aus dem Holz, begann sie zu reinigen. „Ich habe keine Ahnung. Zurück kann ich nicht, Wenn man mich in die Hände bekommt, werde ich das ganze erneut erleben. Zwischen Menschen abtauchen? Schau mich an, ich glaube das sagt alles. Beide wollen mich tot sehen.“ ihm wurde mit einem Mal klar, in was für einer Situation er steckte und vielleicht zum ersten Mal spürte er wie so etwas wie Angst in ihm aufstieg.

Mach dir keine Gedanken. Bleib erstmal hier. Alles andere ergibt sich wenn es soweit ist.“ sie versuchte ihn irgendwie abzulenken als sie sah, wie er unruhig wurde. Eine unangenehme Stille machte sich zwischen ihnen breit. „Hast du eigentlich einen Namen oder gibt es bei euch so etwas nicht?“ brach sie die Stille. Seltsam amüsiert schaute er sie an und lachte leise: „ Solche Fragen stellen nur Menschen. Warum ist das bei euch so wichtig? Ich versteh es nicht. Nein, solche Dinge wie Namen gibt es nicht bei uns. Wenn es dir so wichtig ist musst du mir schon einen geben.“ Soviel Frechheit hatte sie von ihm nicht erwartet. „Ich habe einen.“, meinte sie ruhig, „Yaevinn.“ „Wie kommst du gerade auf diesen?“ fragte er überrascht. „Mein kleiner Bruder trug diesen Namen. Er war 6 als die Wraith ihn töteten.“ ihre Augen funkelten ihn voller Wut an. Es war ihre Genugtuung, eine kleine Linderung. „Ich werde ihn mit Stolz tragen.“ er schloss kurz die Augen, neigte den Kopf. Eine Geste des Repekts die sie nur zu gut kannte. „Du weisst nun woher ich ursprünglich stamme, nicht wahr?“ sie stand auf, steckte das Schwert in ein Lederholster. Leise lachte er: „Ich hätte es mir denken können. Man hat mir immer gesagt es gäbe keine mehr dieses Volkes.“ „Da haben wir etwas gemeinsam. Ich bin die Letzte meiner Art.“ meinte sie und ging.

Tage vergingen und mit Yaevinn ging es aufwärts. Seine Wunden heilten. Als sich rausgestellt hatte, das er sich noch nie an Menschen genährt hatte und es auch nicht musste, war Arleen erleichtert. Er brauchte völlig normale Nahrung wie sie. Woher hätte sie auch einen Menschen nehmen sollen, an dem er sich hätte nähren könne? Ein leichtes Vertrauen wuchs zwischen ihnen. Ein Vertrauen, das schnell auf eine harte Probe gestellt wurde.

Es hatte wie ein normaler Tag begonnen. Es war der erste Tag, an dem er sich wieder normal bewegen konnte. Sie hatte ihm etwas versprochen. Als er sie beobachtet hatte bei ihrem Schwerttraining, hatte sie seine Faszination dafür bemerkt. Sie war die letzte Schwertmeisterin, aber vielleicht konnte sie wenigstens etwas davon weiter geben. „Verdammt es reicht. Komm her.“ sie band sein Haar zusammen das ihr ständig ihm Gesicht hing. Dicht stand sie hinter ihm, ihre Arme über seine gelegt, die ihr Schwert hielten: „Lass die Muskeln locker, verlagere das Gewicht auf den vorderen Fuß. Du musst jederzeit ausweichen können. Gut, versuch ein Gefühl dafür zu bekommen. Die Klinge muss ein Teil deines Arms werden. Nimm sie in eine Hand, der andere Arm muss dein Gewicht ausbalancieren.“, sie trat einige Schritte zurück zurück, „Ich habe dir gezeigt, wie es geht. Versuchs mal.“ Er begann, aber hielt sofort inne. Was er spürte gefiel ihm gar nicht: „Sie sind hier.“ „Was ist los?“ sie nahm die Waffe die er ihr hinhielt. „Es sind Wraith hier, spürst ... manchmal vergesse ich wo ich bin.“ ,er lehnte den Kopf etwas zurück, schloss die Augen, „Das ist mehr als seltsam. Mehr als einen kann ich nicht aufspüren.“ Arleen lachte: „Dann weiss ich wer hier ist und warum du gerade hier gelandet bist. Ich hätte es mir denken können, nur manchmal sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Keine Sorge, er ist nicht wegen dir hier.“ Sie sah in vielsagend an und doch verstand er nicht, was hier vor sich ging.

Ich habe dir bestimmt hundert Mal gesagt, schick mir irgendwie eine Nachricht bevor du hier auftauchst. Es ist für uns beide riskant.“ kaum kam sie auf die Lichtung fuhr sie den Wraith an, der dort seelenruhig auf einem Baumstamm saß. Mehr als ein amüsiertes kaltes Lächeln bekam sie nicht als Reaktion. „Ich dachte, wenn ich dir jemanden schicke reicht das als Nachricht.“ sein Blick haftete auf Yaevinn, der hinter ihr stand. „Das nächste Mal schick mir einfach einen Boten, okay? Ich kann kaum einen halbtoten Wraith hier gebrauchen. Was willst du?“ ihre Ruhe überraschte Yaevinn. Er sah sich seinen Gegenüber an. Er war ein ganzes Stück größer als er und die fast sternenförmige Tätowierung auf dessen Stirn kam ihm vertraut vor. Irgendwo hatte er sie schon einmal gesehen, aber sonst war er ein hochrangiger Wraith wie er selbst einst war. „Nachschauen ob er noch lebt und außerdem ... Ich brauche die Koordinaten Arleen. Dringend. Die Zeit wird knapp.“ er stand auf und sie wich ein Stück zurück. Ihr Körper berührte Yaevinns, der instinktiv schützend den Arm über ihre Brust legte. Es war keine Absicht dahinter, eine Reaktion die er selbst nicht erwartet hatte. Sie lächelte ihn nur kurz an und er merkte wie sich die Schamesröte ins Gesicht stieg. Räuspernd nahm er den Arm von ihr. Sie wandte sich wieder dem Anderen zu:„Das haben wir nun schon ein Dutzend Mal durch gekaut. Nein heißt Nein. Begreif das endlich.“ Ein Wind kam auf und beide schwenkten den Blick sofort in die selbe Richtung. „Meinst du ... „ begann der Fremde. „Was glaubst du? Verschwinde! Sofort! Wenn sie dich diesmal erwischen, kann auch ich dir nicht mehr helfen.“ ihr Hand wanderte zu ihrem Schwert, ihr Blick war konzentriert. „Pass auf sie auf.“ hörte er den Anderen murmeln bevor er im Wald verschwand. Keine Wachen? Keine Leibgarde? Nichts? Das war mehr als ungewöhnlich. Die Beiden mussten sich mehr als Vertrauen. „Was hast du mit ...“ begann Yaevinn, aber sie deutete ihm an zu schweigen und zeigte mit einem Handschwenk auf den Waldrand. „Das Tor wurde benutzt. Selten kommt da mal was Gutes heraus, wenn uns jemand besuchen kommt.“ ,flüsterte sie und ging auf die Knie, „Wenn die ins Dorf wollen, müssen sie an uns vorbei. Bist du bereit?“ er sagte nichts nickte nur.

Whoa, langsam! So eine Begrüßung hatte ich nicht erwartet! Arleen, wir sind es!“ der doch nicht so unbekannte Besucher fiel rittlings zu Boden und Arleen kniete hart auf seiner Brust, das Schwert neben seinem Kopf in den Boden gerammt. Mehrere Gewehrläufe zielten auf den ihrigen. „Sheppard! Bei allem was Heilig ist!“ mit hochrotem Kopf stand sie von ihm auf und half ihm ebenfalls wieder auf die Beine. „Na wenn sie jeden Besucher so stürmisch begrüßen ist diese Abgeschiedenheit kein Wunder.“ lachend streckte er seine schmerzenden Schultern. „Das tut mir jetzt aber furchtbar leid. Aber, was macht ihr Atlanter schon wieder hier? Ihr seid viel zu früh.“ sie sah alle an. Sheppard, Ronon, Teyla und McKay und den Rest kannte sie nicht. „Das wissen wir, aber wir benötigen etwas Hilfe, die womöglich nur ihr Volk uns geben kann.“ erklärte Teyla. „Dies ist nicht mein Volk Teyla, und das wissen sie. Ich denke Simon sollte daheim sein. Sprechen sie mit ihm...“ sie bekamm den Satz nicht zu Ende, bevor jemand „Wraith“ schrie. Seufzend sah sie hinter sich. Einer von den Atlantern hatte Yaevinn bemerkt, der jetzt eine Waffe im Rücken hatte. „Nicht schießen! Er gehört zu mir.“ meinte sie ruhig. Ungläubige Blicke hingen an ihr, Schweigen machte sich breit. „Was haben sie neuerdings mit Wraith zu schaffen? Sind die Wraithanbeter jetzt auch schon hier?“ Ronons Hand lag auf seiner Pistole. „DAS ist eine lange Geschichte. Aber lassen sie ihn in Ruhe. Er hat genug durchgemacht.“, sie ging zu ihm und legte einen Arm um seine Taille, „ Bleib ruhig, vertrau mir. Es wird alles in Ruhe ablaufen.“ „Das sagst du so leicht.“ flüsterte er. „Sheppard, können wir uns unter 4 Augen unterhalten?“

Der ist fast ein Mensch? Schauen sie sich ihn doch mal an. Das sind keine Menschen.“ Sheppard sah sie noch immer ungläubig an. Sie waren zu ihrer Hütte gegangen, als Yaevinn zusammengebrochen war. Warum verstand sie immer noch nicht. Seine Verletzungen waren auskuriert. „Im Gegensatz zu ihnen habe ich ihn die letzten Wochen erlebt. Er ist anders, ich weiss es. Seinesgleichen hätten ihn fast umgebracht.“ sie saß an Yaevinns Seite, der auf ihrem Bett lag, unruhig und verkrampft ihre Hand hielt. Leise stöhnte er. Was immer mit ihm war, es bereitete ihm Schmerz. Erneuter Schmerz, den er nach ihrer Ansicht nicht verdient hatte. „Ich schaue mal was ich tun kann und Informiere meine Leute. Vielleicht können wir etwas tun.“ Sheppard ging plötzlich hinaus. Sich alleine Wägend strich sie ihm durchs schweissnasse Gesicht: „Was ist los mit dir? Vor ein paar Minuten ging es dir doch gut.“ „Für so naiv hätte ich dich nicht gehalten.“ die Stimme war so nah, das sie erschrack. „Bist du des Wahnsinns?“flüsterte sie. Er war noch immer hier, war nicht gegangen als die Atlanter durchs Tor gekommen waren. „Wir haben nicht viel Zeit. Leg ihn auf den Rücken, den Rest mach ich.“ sanft schob er zur Seite, legte die Hand auf Yaevinns Brust und transferierte Lebensenergie von Sich auf ihn. Einen Moment schwankte er, blieb dann doch stehen. „Er selbst kann es nicht, aber einer muss es tun, wenn er leben will. Deshalb hab ich dafür gesorgt das er zu dir kam. Ich bin kein Mörder an meinen Brüdern. Ich dachte das weisst du inzwischen. Du bist mir was schuldig. Gib mir die verdammten Koordinaten Arleen.“ er atmete schwer vor Anstrengung. Zögernd zog sie einen Datenkristall aus der Tasche, wollte sie ihm geben. „Komm mir nicht zu Nahe. Ich weiss nicht wielange ich es unter Kontrolle habe.“ knurrte er.

Der Hunger war gewaltig in ihm, tobte wie ein Sturm in ihm. Aber nein, nicht sie. Sie war die einzige Verbindung die er hatte. Er konnte es nicht riskieren, dafür stand zuviel auf dem Spiel. So kurz stand er vor der Lösung. Ein kurzer Krampf schüttelte ihn und nur für eine Sekunde verlor er die Kontrolle über sich, aber die reichte aus. Als er wieder bei Sinnen war, lag sie in seinen Armen, seine Hand auf ihrer Brust, tief mit ihr verbunden und er spürte ihre Lebensenergie durch sich strömen. Doch sie alterte nicht, ihr Energiepegel regenerierte sich rasant schnell. „Nein. Arleen. Ich..“ flüsterte er, trennte die Verbindung zwischen ihnen. „Schon gut. Beruhige dich. Ist ja nicht das erste Mal. Die Atlanter sind hier. Spiel nicht zu sehr mit dem Feuer.“ ihre Hand berührte sanft seine Wange, zwang ihn sie anzusehen. Das schlechte Gewissen nagte an ihm. „Es musste sein. Los, nimm dir weshalb du hier bist und verschwinde.“ sie richtete ihr Kleidung. Er nahm den Datenkristall: „Wirst du ihm die ganze Sache erklären, du und ich, oder ....“ „Nein, das muss warten.. Wir haben alle Geheimnisse und manchmal ist es besser sie niemals Preis zu geben. Du hast genug riskiert, jetzt verschwinde endlich.“ sie wand sich Yaevinn zu. Es versetzte ihm einen Stich sie so zu sehen, aber er ging. Sein Weg war nicht weit, er deaktivierte die Tarnung des Jägers und doch hielt er einen Moment inne und zog den Kristall aus der Tasche und sah ihn an: „Pass auf dich auf meine Kleine.“


Kapitel 3

Schon wieder dröhnte ihm der Schädel. „Langsam wird das ein Dauerzustand.“ knurrte er ärgerlich. „Ach wie schön, Schneewitchen erwacht aus seinen Träumen.“ ,McKay sah nur kurz vom Laptop auf, „Ich meinte..“ Yaevinn musste lachen als er bemerkte wie ihm die Farbe aus dem Gesicht wich. Man hatte sie einfach mit nach Altlantis genommen und die letzten 4 Wochen war er sich wie ein Versuchskaninchen vorgekommen. Die Ärzte, wie sie hier genannt wurden hatte ihn völlig „auseinander“ genommen, ein besseres Wort kam ihm dafür einfach nicht in den Sinn. Erst als sich Arleen dafür mehr als eingesetzt hatte, ließ man ihn endlich mal wieder an die frische Luft. McKay als Aufpasser zu engagieren kam ihm zwar mehr als merkwürdig vor, aber als er die Betäubungswaffe in der Jackentasche des schlechten Scherzbold sah und die Soldaten, die immer in seiner Nähe waren bemerkte, hatte er nicht mehr als ein müdes Kopfschüteln dafür übrig. Arleen, in den letzten Tagen hatte er sie kaum zu Gesicht bekommen. So schwer es ihm auch fiel es zuzugeben, sie fehlte ihm. Kurz war er aufs Geländer gelehnt eingenickt und sofort gingen seine Gedanken an sie. Wie lange sollte das hier noch anhalten? Aber er hatte ja wohl kaum eine Wahl, als es über sich ergehen zu lassen.

Steve? Bob? Verraten sie mir eins Sheppard.“, sie sah von dem Bericht auf, den der Colonel ihr gegeben hatte, „Wie kommt man bitte auf so bescheuerte Namen?“ Sheppard saß ihr gegenüber, die Beine auf den Tisch gelegt und schien in ein Buch vertieft, jedenfalls versuchte er ihr das vorzuspielen. „Finden sie Yaevinn besser? Ich bitte sie. Die auf der Liste sind uns, sagen wir abhanden gekommen.“ meinte er ruhig. „Sagen sie doch gleich, sind uns hops gegangen. Ich kenne inzwischen eure Sprachausdrücke.“ sie rieb sich die Augen, nahm einen Schluck Wasser. „Es ist noch einer zur Zeit hier auf Atlantis. Todd, fragen sie besser nicht, ich sehs in ihrem Blick. Recht groß, fast eine Sternförmige Tätowierung im Gesicht... Arleen!!!“ ,Sheppard wich zurück als sie das Wasser quer über den Tisch prustete, „Soll ich das als ein 'ich kenne ihn' werten?“ „Wo ist er?“ sie sprang auf, riss das Glas um. „Was ist denn jetzt mit ihnen los?“ ungläubig sah er die junge Frau an, der das entsetzen im Gesicht stand. „Sie haben ja keine Ahnung, wen sie da in die Finger bekommen haben. Er hat die Koordinaten, er hat die verdammten Koordinaten und jetzt ist er hier. Wenn er die Toradresse rausbekommt sind sie in Gefahr.“, sie wurde fast hysterisch, „Ich will sofort mit ihm sprechen. Allein, unter 4 Augen.“ „Sind sie des Wahnsinns? Das ist ein verdammter Wraith.“ er wusste das machte die Situation nicht besser, aber er musste es ihr klar machen. „Ich habe mit mehr Wraith in meinem Leben zu tun gehabt, als sie jemals werden. Sofort heißt sofort. Jede Minute ist unnötig verschwendete Zeit. Und kommen sie mir nicht mit, das Muss ich erst absegnen lassen, wir haben keine Zeit.“ ihr intensiver Blick und die Angst in ihren Augen sagten mehr als tausend Worte und Sheppard ließ sich überreden.

Die Tür schloss sich geräuschlos hinter ihr. Sie waren allein. Man hatte ihm versichert das niemand das Gespräch aufzeichnen würde. „Bist du nun völlig übergeschnappt? Was willst du hier?“ brüllte sie ihn an. „Hör zu...“ begann er, aber sofort fiel sie ihm ins Wort. „Nein, nix warte mal. Wir hatten es abgesprochen, du bekommst die verdammten Koordinaten und ich bekomme meine Freiheit zurück. Ich hatte dein Wort. Die Toradresse steht dir nicht zu, das war nicht Teil unser Abmachung. Stehen neuerdings nicht mal die Wraith zu ihrem Wort?“ sie schlug ihm hart ins Gesicht, Tränen standen ihr in den Augen. Er ließ sie sich austoben, ihrer Wut Ausdruck verleihen. Den Schlag nahm er kaum zur Notiz. „Bist du nun endlich fertig?“ seufzte er nur, verdrehte die Augen. „Hast du keine Ausrede parat? Du bist bald tot, das ihr dir wohl klar. Verdammt, meinst du mir macht das hier Spaß?“ sie beruhigte sich. „Ich werde weder bald tot sein, noch will ich die Toradresse. Vertraue mir, ich weiss was ich tue. Wo ist Yaevinn? An diesen Namen werde ich mich nie gewöhnen.“ er wandte sich wieder dem Computer zu, der vor ihm stand. Arleen kam zu ihm, schaute ihm über die Schulter. Er spürte es wieder, dieses vertraute zwischen ihnen. Wie lange war es her? Über 15 Jahre? Irgendwann hatte er aufgehört auf die Zeit zu achten. „Todd? Ich meine das klingt auch nicht besser. Da ist ein Algorithmusfehler. Es geht ihm gut, außer das erwartete menschliche Misstrauen.“ sie wies auf eine Zeile auf dem Bildschirm. „Das weckt Erinnerungen.“ rutschte ihm heraus. „Wagt es dich nicht mal zu hoffen. Die Zeit kommt nicht zurück. Eher erschieße ich mich selbst!“ sie gab ihm einen Schulterklaps und lachte. „Ich habe dich niemals schlecht behandelt. Gib wenigstens das zu.“ meinte er nur. „Das gebe ich dir ausnahmsweise. Brauchst du Hilfe? Du siehst nicht gut aus.“ sie sah ihn so intensiv besorgt an, das er ihrem Blick auswich. „Es geht schon, ich komme zurecht. Geh bitte.“ er zwang sich selbst, sie nicht an zu schauen, hörte aber wie sie ging.

Hey, alles okay?“ sie kam zu ihm. Sie so nach so langer Zeit wieder an seiner Seite zu wissen, war eine unendliche Erleichterung. Der Wind ging durch ihr Haar, zerzauste es. Sie lehnte sich aufs Geländer, strich es sich aus dem Gesicht. „Ich dachte schon ich sehe dich nie wieder.“ Yaevinn drehte sich zu ihr. „Oh nein, Süßholzgeraspel. Ich gehe bevor sich mir der Magen umdreht. Ich bin raus.“ McKay ging wieder hinein. „Schön dich wieder zu sehen. Man hat mich von dir ferngehalten, bis die ihre Test abgeschlossen haben, damit ich denen nicht wieder auf die Nerven gehe.“ lachte sie. „Ich bin zumindest noch in einem Stück. Was ist in der Zeit passiert, in der ich das Bewusstsein verloren habe?“ er wurde ernst. Es war ihm schon vor 4 Wochen aufgefallen, die tiefe Wunde auf seiner Brust. „Ich weiss nicht was du meinst.“ wich sie aus. „Lass das. Ich hab den Mist schon seit ich denken kann. Immer wieder verliere ich nach einigen Wochen, mal Monaten das Bewusstsein. Jedesmal wenn ich wieder bei Sinnen bin, ist dieses verdammte Wunde auf meiner Brust.“, er packte sie ungewollt hart am Arm, „Halt mich nicht für dumm. Irgendetwas passiert mit mir in der Zeit und jedesmal spielt, wie nennt dieser Sheppard ihn? Todd? Jedesmal spielt er scheinbar eine Rolle darin, weil er jedesmal dabei auftaucht. Mein Gedächniss ist schlecht, aber das weiss ich noch genau. Deshalb kam er mir so bekannt vor. Er war der Oberkommandierende des Hives, auf dem ich war.“ Drei Soldaten stürmten mit gezogenen Waffen zu ihnen: „Loslassen! Sofort!“ „Ich hatte völlig die Verbindung vergessen. Beruhige dich. Bitte.“ Arleen deutete den Soldaten an sich zurück zu ziehen. „Ich will mich nicht beruhigen. Ich will Antworten. Und das schnell.“ knurrte er. „Kein Wraith kann ohne sich zu nähren Leben. Ich habe einen Weg gesucht euch am Leben zu halten und das war meine einzigste Lösung. Die anderen beiden waren schwach, fehlerhaft. Nur du hattest genug Kraft lange genug stand zu halten und es hat ja wohl lange genug funktioniert.“ ,sie hatten gar nicht bemerkt das Sheppard mit Todd im Schlepptau und in Handfesseln zu ihnen gekommen war, „Und nun lass sie los. Sie gehört mir.“ Mehr als verwirrt ließ er sie los: „Wie 'sie gehört dir'? Arleen?“ „Es ist eine Ewigkeit her, wie lange weiss ich nicht mehr. Dafür führe ich mein Leben schon zu ewig. Ich sehe aus wie vielleicht eine 25jährige Atlanterin, aber ich bin weit über 100 Jahre alt. Mein Volk hat eine Fähigkeit, wir regenerieren unsere Lebensenergie durch einen meditativen Zustand. Perfekte Vorraussetzungen für die Wraith, nur wurde mein Volk nie gefunden von ihnen.“ erzählte sie, „Ich bin die Einzigste, die ihnen in die Hände fiel und die Königin des Hives hatte gerade einen verdammt guten Tag und Todd hatte einiges an Ansehen bei ihr gewonnen. Kurzum. sie hat mich an ihn 'verschenkt' als eine Leibeigene. Er hat natürlich sofort bemerkt, wieviel er an meinem Volk gewinnen kann. Ich habe ihn ewig mit den Koordinaten geködert. Aber irgendwann entstand so etwas wie Freundschaft zwischen uns. Wir haben Meister und Leibeigene gespielt, wenn wir unter seinen Brüdern waren und legten diese Rollen ab, wenn wir allein waren. Vor ungefähr 15 Jahren wurde unser Spiel gefährlich für mich. Todds Königin witterte, das etwas nicht stimmte und er sollte mich exekutieren. Er hat alles riskiert um mein Leben zu retten und mich auf den Planeten zu bekommen, wo ich zur Zeit lebe. Seine einzigste Bedingung: Er bleibt in Kontakt mit mir und bekommt nach einiger Zeit die Koordinaten für seine Forschung, wenn etwas eintritt, wenn sein Leben in Gefahr ist. Ich hatte gehofft, das dieser Tag niemals kommt.“ Stille trat ein. Niemand sagte nach ihrer Geschichte auch nur ein Wort. Sie ging sich mit der Hand durchs Gesicht. Plötzlich fühlte sie sich so furchtbar alt. So viele Jahre wurde ihr klar. Auch Todds Blick war ihr klar, als sie merkte das dieser auf ihr war, die ganze Zeit schon: „Mach dir keine Sorgen, ich bekomme das hin.“ Sie lächelte, schaut zu Boden. Irgendetwas war schief gelaufen, sonst wäre er nie freiwillig nach Atlantis gekommen. Dafür kannte sie ihn zu gut. „Was ist schief gelaufen Todd?“fragte sie deshalb geradeheraus. „Man hat mir die Koordinaten aus den System gestohlen, kurz nachdem uns die die Replikatoren angefangen haben anzugreifen.“ meinte er ruhig. „Das sind .... klasse Nachrichten. Hätten sie uns nicht schon vor ein paar Stunden darauf hinweisen können? Nur son klitzekleiner Hinweis, son Spickzettel oder so?“ Sheppards Spitzfindigkeiten ließen sie loslachen. „Ich liebe den Humor der Atlanter, der ist einfach klasse. Das hätte nichts geändert Sheppard, glauben sie mir. Außerdem hätte er es sowieso nur mir gesagt. Oh man, sie wissen so wenig über ihre Kultur und kennen ihre Genetik und Co. Es ist mehr, glauben sie mir.“, sie wandte sich Todd zu, „Hast du schon einen Plan? Aber warum frage ich eigentlich, sieht man dir doch an.“ „Ich habe einen, aber der wird dir nicht gefallen. Du kommst mit mir aufs Hive und wir besorgen uns die Daten wieder.“ er zögerte, sein eigener Plan gefiel ihm ganz und gar nicht, das spürte sie. „Einen Moment mal bitte. Ich bin fast umgebracht worden weil ich jemanden nicht sofort getötet hab. Was werden die wohl mit ihr machen?“ Yaevinn mischte sich ein, der bisher geschwiegen hatte. „Wer hat gesagt, das ich dich hier lasse? Deine Hilfe ist genauso von Nöten. Sie kann sehr gut auf sich selber aufpassen. Das weiss ich mehr als gut.“ fiel ihm Todd ins Wort bevor er noch etwas sagen konnte. „Und wer sagt, das wir da mit machen?“ fragte Sheppard mit einem Unterton in der Stimme, der mehr als genervt klang. „Ihr guter Samariter Drang.“ grinste Todd.

 

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