Schlichte Blume
Es gibt Tage ....

.... da sollte man echt im Bett bleiben. Kaum hat man ein Bein über die Bettkante geschwungen, dann klebt einem das Pech wie Kaugummi am Bein.

 Man ist noch nichtmnal ganz wach, um 7 Uhr morgends wohlbemerkt, watschelt schlaftrunken in die Küche, hat gerade den Knopf von der Kaffeemaschine runtergedrückt und ahnt nichts böses, da klingelt es an der Tür. Schlaftrunken wie man ist, watschelt man an die Tür reisst sie auf und ... steht dem Glaser der die Haustür reparieren will mit zerzausten Haaren, ohne Brille und im Negligè gegenüber. Dieser freut sich natürlich über diese ... tiefen Einblicke in das Leben seiner Kunden und man selbst will nur noch eins: In das nächstbeste Mauseloch verschwinden. Im selben Moment fängt der Sohnemann an zu weinen. Um schnell dieser Schmach des Halbnacktseins gegenüber eines Handwerkers zu entgehen, der inzwichen seelenruhig die kaputte Tür vermisst, rennt man schnell ins Kinderzimmer. Vielleicht hat man ja die Pluderhose im Wäschekorb noch nicht in den eigenen Schrank geräumt. Doch im Bettchen des Kidnes fidnet man nur ein grinsendes Baby mit nacktem Hintern vor. In der Freude wach zu sein hat er sich die Pampers vom Hintern gepopelt und zur Krönung sich an das Gitter gestellt und auf den Teppich gepieselt. Da steht man nun, peinlich berührt und fragt sich: Soll ich schimpfen, weinen oder einfach nur lachen? Und ind er Küche hört man fröhlich den Kaffee auf den Boden laufen, weil man vergessen hat in der Eile die Kanne darunter zu stellen! Halleluja! Der Tag kann ja nur besser werden.

Beim Frühstück hat man dann endlich den ganzen Unfall vom Morgenkaffee beseitigt, nur um festzustellen: Die frisch gekochte Kanne ist so stark, da hilft auch kein Liter Milch mehr. Wegschütten, neuen aufsetzen. Der Sohnemann verteilt indessen laut lachen den Joghurt, den er essen wollte, über den Teppich um die Katze zu füttern, die sich gerade genüsslich das Salamibrötchen einverleibt. Seufzend nimmt man es hin, räumt es auf und versucht das beste daraus zu machen. und doch kracht einem beim Bügeln der Bügeltisch zusammen und das Bügeleisen macht dem Laminatboden ein wunderschönes Branding. Warum zahlen Leute eigentlich soviel Geld um sich sowas machen zu lassen? Also in dem Moment hätten sie es umsonst bekommen können. Es geht weiter mit dem Mittagessen. Verkohlte Fischstäbchen mit versalzenem Kartoffelbrei. Es bleibt ein Rätzel wie man es schafft das der Fisch von außen schwarz und von innen gefroren bleibt. Eine Verschwörung der Fastfoodindustrie. Einmal die Woche bekommen die so ihr Geld.

Am Nachmittag hält man dann sein quengelndes Kind auf den Armen. Kein Wunder, es hätte vor Stunden seinen Mittagschlaf machen sollen, aber der geplatzte Beutel des Staubsaugers war einfach zu intressant. Iegendwann, es ist inzwischen halb fünf bekommt man es doch ins Bett, mit der aussicht vor 20 Uhr bekommt man es dann nicht zum Schlafen. Eine halbe Stunde Ruhe, nur um die Katzekotze aus dem Flurteppich zu reiben, versetzt mit Brötchenresten und Salami. Was lernen wir daraus? Katzenmagen und scharfe Pepperonisalami vertragen sich einfach nicht. Eine wertvolle Erfahrung. Um 17 Uhr krakeelt der Sohnemann, den man aus dem Bettchen hebt, ins Wohnzimmer sausen lässt und man fröhlich mitanhört wie einem das Handy in tausend Stücke zerschmissen wird. Gut, denn die Pre Paid Simkarte läuft eh heute ab. Und das schlimme daran, man weiss genau was der Verkäufer einem erzählen wird: Also ich versteh wirklich nicht wie sie immer ihre Handys kaputt bekommen. Kein Wunder bei diesem weißen Hemd und der geschniegelten Krawatte hat er sicher kein Kind.

Inzwischen haben sich die Katastrophen gelegt, abgesehen davon das der Fernseher faxen macht, während der Sohn genüsslich auf der inzwischen durchgeweichten Fernbedienung herumkaut und die Katze jaulend auf dem Sofa liegt. Als die Uhr, die wie immer nachgeht, steckt man das krakelende Kind ins Bett, nachdem man ihn von Ketchup in der Wanne befreit hat. Nach dem schließen der Tür hört man geräuschvoll das aufprallen des Fläschchen hinter sich. Nein, das räumt man heute nicht mehr weg....oder doch? Nach ner halbe Stunde putzen lässt man sich dann aufs Sofa fallen, während der Mann schimpfend wie ein Rohrspatz am PC sitzt und die Virtuellen Welten unsicher macht.

Endlich liegt man dann im Bett, schaltet das Licht aus. Aus dem Babyphon hört man das sanfte Knistern und Gröhlen des Hobbyfunker, die es lieben die Frequenz zu blockieren. Seufzend dreht man sich auf die Seite und macht die Augen zu. Morgen, ja morgen werde bleibe ich im Bett!

 

14.5.09 03:07
 


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